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Kai Grimm

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  • »Kai Grimm« ist der Autor dieses Themas

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1

Freitag, 28. Januar 2011, 20:51

Lesezirkel Februar 2011 - Daniel I. Russell - Samhane - Teil 1 Makabre Beschäftigungen

Hier der erste Thread zum Februar-Lesezirkel. Viel Spaß!
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

Martin Cell

RUNNING WILD PHANTAST

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2

Sonntag, 30. Januar 2011, 18:59

So den ersten Teil recht schnell verschlungen. Schon im Prolog wird der erste "Irre" vorgeführt, nur bleibt man noch im Dunkel
zurück. Alsdann in den weiteren Kapiteln die Handlung einsetzt, und das mit drei Protagonisten Strängen. Zuerst mal Donald,
der Amateur Autor ist, etwas was den meisten hier im Forum eh nicht unbekannt ist. Höchstens die hübsche rothaarige Freundin
ist dann ein Klischee! Aber anyway! Interessanter ist da schon der Monsterjäger Brian, der mit seinem Sohn Jagd auf
übernatürliche Wesen macht. Zuerst denkt man noch an einem Alptraum, der sich aber alsbald als sehr real entpuppt.
Und das ist zudem auch der Einstieg in die merkwürdige Ortschaft Samhane, dem das Buch ja die Titelgebung verdankt.
Und auf einem Straßenfestival schmieden zwei Mädchen Pläne für einen lustigen Abend im Wald, das zusammen mit der
verhängnisvollen Entdeckung von Don, sind quasi der Einstieg zum zweiten Teil.
Geschrieben mit einer klaren und einfachen Sprache, die manchmal zu sehr den kumpelhaften Ton anschlägt,
ist es sehr gut zu Lesen. Auch die geisterhafte Atmosphäre des Ortes kommt gut rüber,
und diesem übel gelaunten Clown kommt sicher auch noch eine tragende Rolle zu.
Bin mal gespannt!
Reality is lost - IKON

3

Sonntag, 30. Januar 2011, 20:20

:) Im Gegensatz zu Dir, Martin, fand ich den Geisterjäger Brian sehr schwach und einfallslos. Die Kapitel um Don fand ich dafür Klasse. Da wurde richtig Spannung aufgebaut. Die Entdeckung des Snuff-Filmchens auf dem Laptop und was dem folgt, regt zum weiterlesen an. Den Geisterjäger fand dagegen einfach nur platt. Da wurde über Ghouls und Zombies und Vampire geplaudert. Diese Szenen hätten aus jedem x-beliebigen Sinclair-Roman stammen können und sind sehr trashig. Doch gerade diese Mischung aus den beiden Handlungssträngen machen die Geschichte interessant. Und ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Gestört haben mich jedoch die vielen Rechtschreibfehler und manche der Begrifflichkeiten. Der Roman spielt in England und ich bezweifel mal stark, dass die Worte "Gell" und "Zipfelklatscher" auch nur annähernd dort genutzt werden. Diese Begriffe würde ich eher dem süddeutschen Raum zuordnen. Und das paßt (auch für eine Übersetzung) mal so überhaupt nicht.
Lese gerade: Seth Grahame-Smith - Abraham Lincoln: Vampire Hunter
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Torsten

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4

Sonntag, 30. Januar 2011, 20:59

Zitat

Gestört haben mich jedoch die vielen Rechtschreibfehler und manche der Begrifflichkeiten. Der Roman spielt in England und ich bezweifel mal stark, dass die Worte "Gell" und "Zipfelklatscher" auch nur annähernd dort genutzt werden. Diese Begriffe würde ich eher dem süddeutschen Raum zuordnen. Und das paßt (auch für eine Übersetzung) mal so überhaupt nicht.

Grmpf ... Ich wusste, dass sich - besonders am Zipfelklatschter - die Geister scheiden würden. Zu meiner Verteidigung: das englischsprachige Äquivalent des Originals hätte bei einer exakten Übersetzung meiner Meinung nach einfach nicht richtig geklungen bzw. den Sprachfluss gestört. Also erlaubte ich mir ein wenig künstlerische Freiheit. So´n bisschen wie Rainer Brandt, als er die Synchro für DIE ZWEI gemacht hat ...
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5

Sonntag, 30. Januar 2011, 21:12


Grmpf ... Ich wusste, dass sich - besonders am Zipfelklatschter - die Geister scheiden würden.
:) Aber musstest Du Dich unbedingt beim "Schuh des Manitou" bedienen? :) Mal so aus Neugier: Was für ein Begriff stand denn im Original?
Lese gerade: Seth Grahame-Smith - Abraham Lincoln: Vampire Hunter
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ANUBIS

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6

Sonntag, 30. Januar 2011, 22:45

Hey lasst mir bloß Brian den Geisterjäger in Ruhe.....das hat schon seinen Grund wie er eingeführt wurde...warten und lesen:-)

Also ich finde Zipfelklatscher echt gelungen( kenne ja das O), passt hervorragend zum Augenzwinkernden Erzählstil Daniels.

Greetz
“Strange, is it not? that of the myriads who
Before us pass'd the door of Darkness through,
Not one returns to tell us of the Road,
Which to discover we must travel too.”

Torsten

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7

Sonntag, 30. Januar 2011, 22:51

Ich denke, dass es weniger Der Schuh des Mantiou war, der mich zu dieser Interpretation veranlasst hat. Vielmehr hörte ich während der Übersetzung praktisch non-stop das damals aktuelle (und extrem geile) Rage-Album, welche ja mit Straight to Hell auch im Film zu hören sind; von daher denke ich, dass dadurch eine gewisse Assoziationskette in Gang gesetzt wurde, die letztlich beim Zipfelklatscher endete. Im Original war es überigens ein "Jumped up tosser." Okay, ich hätte auch einen "aalglatten Vollidioten" oder den klassischen "Flachwichser" nehmen können, aber damals war's halt so ´ne Art Momententscheidung. Ich fand's gut, es war mal was anderes, also rein damit. Solche Stellen habe ich (beim Übersetzen) relativ oft von Zeit zu Zeit - und frage mich meistens, was ICH wohl sagen würde.
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Mammut

Der ErnstFall

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8

Montag, 31. Januar 2011, 08:45

Ich habe jetzt auch mit dem Roman begonnen. Einerseits ist er interessant und man fragt sich, wie es weitergeht. Andererseits ist das alles sehr ausführlich geschrieben, dass stellenweise schon nach den ersten Seiten eine gewisse Zähigkeit aufkommt. Mal sehen, wie sich das entwickelt.

Martin Cell

RUNNING WILD PHANTAST

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9

Montag, 31. Januar 2011, 09:25

Mir hat einfach der Monsterjäger besser gefallen, das heißt nicht das diese Passagen jetzt besser umgesetzt oder spannender wären.
Zu Donald, ist halt ein Horror Autor, das ist jetzt nicht unbedingt was neues. Und das mit dem Laptop hat mich sehr
an Peter James zweiten Roy Grace Krimi mit Titel "Stirb Schön" erinnert! Es stimmt schon, ohne das ich etwas
an der Übersetzung kritisieren möchte, manche verdeutschten Begriffe sind stark gewöhnungsbedürftig!
Reality is lost - IKON

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10

Montag, 31. Januar 2011, 18:15

Der Einstieg: Boah, da dachte ich erst Mal "So, ein Scheiß!" Schon wieder so ein Laymon-Gedöns mit dem ich nichts anfangen kann. Dazu kamen noch einige Rechtschreibfehler, die ich beim Lesen als sehr störend empfunden habe.

Kapitel 1: hat mich dann beruhigt. Tatsächlich baut sich Atmosphäre auf, Donald und Bev werden als Figuren gestärkt.

Kapitel 2: Sehr stark, wie damit gespielt wird, ob es sich um kindliche Fantasie oder Realität handelt. Und tatsächlich auch gruselig beschrieben. Allerdings muss ich Michael recht geben: Der Geisterjäger wirkt tatsächlich platt(er).

Kapitel 3-5: Schon stimmungsvoll, aber mir kam es wie eine Filmcollage vor. Das Fest mit der feedbackgestörten Ansprache (Klassiker), die scheinbar laszive Vorzimmerdame, die Girl-Meets-Boy-Szene am Burgerstand und vor allem Chuckles der Clown, der mich an Captain Spaulding aus dem Rob Zombie Film "The devils rejects" erinnert. Da ich nicht weiß, ob es gewollt ist, warte ich malk einfach ab...

Kapitel 6: Die Story teilt sich jetzt auch in den Kapiteln und wird komplexer. Der Bürgermeister erinnert mich durch seine Art und sein Handicap an Millionär Lebowski aus "The big Lebowski". Und immer stärker gewinnt Donald an Tiefe und Brian verliert.

Kapitel 7: Hat mir gefallen, die Idee ist ja nicht neu, aber Donalds Bestürzung, Roger, alles passt... nur warum verdammt zeigt er den Film nicht Bev? Schließlich ist er mit ihr zusammen, lebt mit ihr zusammen, da baut man doch eine Art von Beziehung auf, die vertrauensvoll sein sollte. Stattdessen zeigt er den Snuff-Film seinem Kriegsveteranenfreund Walter, der ihm dazu rät, das ganze zu vergessen. Wow! Das ist ganz schwach, wie ich finde. Natürlich kann man ja immer mit dem Totschlagargument kommen, dass Fantastiklesern Realitätsfremde nicht unbekannt sein sollte, aber zumindest erwarte ich, wenn mir "normale" Protagonisten unterkommen, dass sie auch einigermaßen normal handeln und nicht blindes storyrailroading betreiben.

Fazit: Ich bin dennoch gespannt, wie es weitergeht, da es trotz aller Kritik auch Spaß macht.

11

Montag, 31. Januar 2011, 20:48

Natürlich kann man ja immer mit dem Totschlagargument kommen, dass Fantastiklesern Realitätsfremde nicht unbekannt sein sollte, aber zumindest erwarte ich, wenn mir "normale" Protagonisten unterkommen, dass sie auch einigermaßen normal handeln und nicht blindes storyrailroading betreiben.
Hey, wir reden hier über einen Horrorautoren als Protagonisten. Das paßt schon. Die sind etwas verschroben. :)
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12

Montag, 31. Januar 2011, 21:00

Ja, aber der hier lebt in einer Beziehung...

delijha

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13

Donnerstag, 3. Februar 2011, 02:57

Da ich 'Zipfelklatscher' nicht kannte, musste ich doch erstmal googlen, allerdings hat sich der Sinn schon ergeben im Text, auch wenn mir das Wort nicht geläufig war. ;-)

An sich finde ich auch die Kapitel um Donald spannender, was aber ganz sicher (zumindest im Moment) daran liegt, dass dort der einzige Spannungsaufbau zu finden ist. Da passiert was, bzw. wird wahrscheinlich noch einiges passieren, während bei den Monsterjägern gerade eher Flaute herrscht. Rein vom Inhalt und auch ein wenig von der Schreibweise der beiden Stränge könnte man fast vermuten, dass es sich um verschiedene Bücher handelt, so unterschiedlich finde ich sie aufgebaut. Ich hoffe ganz stark, dass die Monsterjäger noch zulegen, denn gerade der Teil mit den Bildern im Rathaus ist total mein Ding... da bin ich gespannt, wie merkwürdig es noch wird.

Der Clown hätte nicht sein müssen! Hab' ich doch gerade in 'nem anderen Thread meinen Hass gegen Clowns geoutet :)
Aber richtig schön widerlich beschrieben der Gute!

Ja, viel mehr bleibt nicht zu sagen - ich hoffe, dass die Stränge bald aufeinander treffen und alles ein wenig actionreicher wird. Das arg Umgangssprachliche stört mich zwar nicht enorm, aber einige Sätze bzw. Formulierungen wirken auf mich ab und an zu lax - aber hauptsache, es liest sich flüssig und das kann ich so bestätigen.

Siwa

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14

Donnerstag, 3. Februar 2011, 15:01

Der Handlungsstrang um den Monsterjäger und seinen Sohn gefällt mir bisher besser, könnte glatt die Vorgeschichte zu "Supernatural" sein. Brian hat Ecken und Kanten, er bringt seien Sohn bei dem Job in Gefahr und denkt, die Sekretärin will ihn anbaggern :) . Außerdem bringt die Geschichte mit dem Bild ziemlich viel Spannung rein. Und Sam macht schon mal Bekanntschaft mit Samhane und seinen Bewohnern, wobei die beiden Mädels ja geradezu als nächste Opfer prädestiniert erscheinen.

Donald ist mir momentan einfach noch zu langweilig und naiv als Charakter, aber da kann sich ja noch was entwickeln...

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Mammut

Der ErnstFall

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15

Donnerstag, 3. Februar 2011, 20:26

Ich fand den Handlungsstrang um den Geisterjäger auch spannender als den Horrorautor. Insgesamt hat mir der erste Teil aber eher mäßig gefallen. Aber es wird spannender.

16

Montag, 7. Februar 2011, 09:18

So, mittlerweile bin auch ich mit dem ersten Teil fertig.

Das Buch gefällt mir recht gut so weit und liest sich angenehm flott. Auch die beiden Handlungsstränge rund um Don und den Geisterjäger gefallen mir gut, da so etwas mehr Abwechslung herrscht und verschiedene Sichtweisen berücksichtigt werden können. Mal sehen, wie sich das weiterentwickelt, aber noch nervt mich der Geisterjäger nicht :D . Ansonsten ist der erste Teil die klassische Einführung: Die Charaktere und der Schauplatz werden vorgestellt und das treibende Problem der Story wird geschildert. Positiv fällt mir auf, dass die Thematik zwar aus einem Laymon-Buch stammen könnte, sich aber bisher irgendwie anders liest. Bis jetzt fand ich das Buch auch etwas weniger abgedreht als einen Laymon-Roman und ich konnte zumindest die "guten" Charaktere besser nachvollziehen.

Auch mir sind allerdings die Rechtschreibfehler negativ aufgefallen. Gerade im Bereich der Adjektive gibt es doch Einige, die z.B. groß geschrieben wurden. Das war zumindest auffällig, da ich nicht explizit nach Fehlern suche und über die Meisten einfach drüber lesen dürfte. Auch die Wahl der Absätze ist teilweise etwas unglücklich... ein Problem das mir schon bei "Rose Noire" aufgefallen ist. Da fängt manchmal ein neuer Absatz mitten in einem laufenden Satz an, am Beginn neuer Zeilen kommen zunächst mal nur Satzzeichen und Ähnliches. Das Lektorat läßt also noch Spielraum für Verbesserungen :D . Die Begriffe (gerade der "Zipfelklatscher" :D ) sind mir zwar aufgefallen... allerdings weder besonders neagativ noch positiv.
...and the book club consists mainly of people who club me with books.

Felix W

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17

Sonntag, 20. März 2011, 00:46

Mit großer Verspätung widme ich mich jetzt auch Russells "Samhane" und bin bisher recht wenig angetan. Es kommen einfach zu viele bekannte Versatzstücke vor und alles klingt mir zu ... glatt, zu konstruiert und wenig eigenständig. Das einzige Highlight war bisher das Bild. Ansonsten lässt mich das Buch zwar nicht kalt, kann mich aber auch noch nicht begeistern.
Mein Blog: |T|Ä|N|D|E|L|E|I|

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