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Movie Maniac

Anfänger

  • »Movie Maniac« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1

Registrierungsdatum: 26. Februar 2011

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1

Samstag, 26. Februar 2011, 01:50

Doppelgänger Filme, imaginäre Identitäten (Mindfuck)

Hallo, fallen euch vielleicht gute Horrorfilme und Thriller mit Mindfuck Elemten ein? Oder Filme in denen imaginäre Identitäten oder eine Art Doppelgänger das Leitmotiv des Films sind? Was ist euch bei solchen Filmen besonders wichtig?

Bei mir spielt die Atmosphäre eine zentrale Rolle und ich möchte die Psyche des Protagonisten selbst erforschen können. Ich dachte da z.B. an Memento, David Lynch Filme oder the Broken. Über letzteren habe ich bis jetzt nur gelesen, er soll sich ja auch der Doppelgänger Thematik bedienen und ähnlich wie ein Lynch Film aufgebaut sein. Kennt diesen Film zufällig jemand und kann ein kurzes Feedback geben?

Vielen Dank im Voraus

Beiträge: 942

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2

Samstag, 26. Februar 2011, 12:43

Die Unzertrennlichen von David Lynch ist ein Film, der dieses Thema subtil und vor allem schauspielerisch ganz gut behandelt.

The Cell fand ich künstlerisch und sehr bildgewaltig. Ich gehöre wahrscheinlich zu den wenigen, die diesen Film wirklich feiern. Nach "Being John Malkovich" mal eine sehr gruselige Variante, in eine kranke Psyache einzutauchen.

The Machinist ist für mich ebenfalls ein absolutes Highlight. Vor allem Christian Bale, der diese Rolle auch physisch sehr heftig rüberbringt.

Antichrist von Lars von Trier gehört für mich zu den neueren Filmen, des von dir beschriebenen. Ebenfalls sehenswert.

3

Samstag, 26. Februar 2011, 13:09

"The Broken" wurde mit Lynch verglichen? :) Der beste Scherz seit Langem. Dieser Film kommt nicht mal annähernd an den schlechtesten Lynch (gibt es den überhaupt?) heran. Ein Film zum einmal angucken und anschließend vergessen.
Lese gerade: Seth Grahame-Smith - Abraham Lincoln: Vampire Hunter
www.hoerspiellobby.de

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Royston Vasey« (26. Februar 2011, 17:37) aus folgendem Grund: Rächtschaipfehlär ;-)


Hazy

Tod

Beiträge: 157

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Wohnort: SIE erlauben nicht, dass ich es sage ...

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4

Samstag, 26. Februar 2011, 16:49

Lynch ist definitiv der Meister.
Was ich aber reinen Gewissens empfehlen kann ist "Pi" von Darren Aronofsky.

Gruß
Hazy
...sind wir nicht alle ein bisschen untot?!

http://www.die-apokalyptischen-schreiber.de

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5

Samstag, 26. Februar 2011, 17:57

Die Unzertrennlichen von David Lynch ist ein Film, der dieses Thema subtil und vor allem schauspielerisch ganz gut behandelt.

"Die Unzertrennlichen" von Lynch? Also ich kenne nur den Film von David Cronenberg. :D
Ein weiterer Film, der von der Zersplitterung der Psyche handelt, ist "Sisters - Schwestern des Bösen" von Brian DePalma. Und natürlich auch sein "Dressed To Kill".
Einer der brutalsten Filme mit Identitäts- Splitting dürfte wohl "High Tension" von Alexandre Aja sein.

"Mord mit kleinen Fehlern" hat zwar mit der klassischen Doppelgänger- Thematik nichts zu tun, doch sehr viel mit verschiedensten Identitäten. Sir Laurence Olivier und Michael Caine laufen in diesem Kult- Film wahrlich zur Höchstform auf.

Siwa

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Beiträge: 803

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6

Samstag, 26. Februar 2011, 23:37

Mir hat "Tod im Spiegel" von Wolfgang Petersen ganz gut gefallen. Und "Mulholland Drive" ist einer meiner Lieblingsfilme!

fictionmaster

liest und schreibt

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7

Sonntag, 27. Februar 2011, 09:52

Ein guter Film mit Mindfuck-Elementen dürfte auch "Fight Club" sein.
In Superior ging es um Popmusik und Liebeskummer,
jetzt um eine brutale Mordserie
Mein neuer Roman
Der Fall Nemesis
Ab sofort im Buchhandel erhältlich

8

Sonntag, 27. Februar 2011, 11:24

Ein guter Film mit Mindfuck-Elementen dürfte auch "Fight Club" sein.

Richtig. Ähnliche Varianten bieten auch: "ANGEL HEART" und "DIE NEUN PFORTEN".

Katla

Not Dead Yet

Beiträge: 57

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9

Sonntag, 27. Februar 2011, 17:47

Ja, Fight Club, der auch ein Doppelgängermotiv hat, leider als Auflösung etwas lahm aus dem Hut gezaubert, fand ich.

Reconstruction (Belgien 2003) von Christoffer Boe. Ein wirklich sehr subtil verstörender Film, die Beschreibung auf imdb, daß ein Mann eine feste Freundin hat und dann eine heiße Affäre mit einer Fremden eingeht, trifft die story nur am Rande. Die Frauen sind Doppelgängerinnen; und je öfter er sich mit der Affäre trifft, desto mehr löst sich sein Alltag auf. Bis seine Wohnung nicht mehr existiert - außen ist das Haus wie gewohnt, innen völlig verändert. Seine Nachbarn erkennen ihn nicht mehr, und schließlich auch keine der beiden Frauen. Ein sehr schöner Film.

Ajas Haute Tension, hm, Thema stimmt, aber den würde ich nicht als „guten Film“ bezeichnen. Er hat mehr plotholes als Handlung, da fühle ich mich am Schluß total verarscht. Eine Frau jagt den Entführer ihrer Liebsten – verfolgt seinen Van mit ihrem Auto. Am Ende soll sie der Kerl selbst sein – aber es sind ja zwei Autos da. Wer hat wohl den PKW gefahren? Vermutlich das Scriptgirl, das daher nicht mehr Korrektur lesen konnte ...

Ein feiner s/w Klassiker: La maschera del demonio von Mario Bravo (Italien 1969): Eine Hexe ersteht in Gestalt ihrer Nachgeborenen auf – die sich plötzlich merkwürdig selbstbewußt verhält. Mit Barbara Steele.

Ein Mindfuck – für die Hauptfigur wie auch den Zuschauer - ist sicher Srpski Film / A Serbian Film uncut (Srdjan Spasojević, Serbien 2010). Das Interessante an dem Film ist nicht, daß er mit Leichtigkeit alle Grenzen dessen überschreitet, was bisher legal auf Leinwand gezeigt wurde, sondern daß er dem Zuschauer die Möglichkeit bietet, sich selbst auf die Probe zu stellen. In jeder neuen Szene muß man sich wieder verorten, (moralisch) neu entscheiden, wie man zu den Figuren und ihren Entscheidungen steht. Ein wirklich surrealistisches Meisterwerk, das vermutlich David Cronenberg gern gedreht hätte, wäre er mutiger.
Die Hauptfigur macht eine massive Persönlichkeitsveränderung durch, bis hin zum völligen Zusammenbruch.

Lynchs Eraserhead –die wildere Variante und ein ästhetischer Vorläufer von Pi.

Ein echter Surrealist: Un chien andalou / Ein andalusischer Hund von Luis Buñuel (Frankreich 1929). Kann man sicher nicht nur wegen der Rasiermesser-durch-Auge-Szene zum Horror zählen. So verrückt, daß man nicht weiß, wessen mind hier überhaupt vom wem gefuckt wird.

Cronenbergs eXistenZ – die beiden Hauptfiguren laden sich in ein Computerspiel, und werden vom Programm gezwungen Dinge zu tun, die sie nie wollten und die sie erst Recht nicht verstehen. Anders als in Matrix – wo die Leute in den beiden Welten eine ähnliche Persönlichkeit und nur andere Klamotten haben – verändern sich hier Persönlichkeit und Reaktionen grundlegend; dabei ist der ‚eigene Kopf’ aber nicht ausgeschaltet - die beiden gucken sich also selbst zu. Hat auch ein bissl surrealistische Gruselelemente. Am Ende tut sich eine weitere Ebene auf.
Texte & Projekte: http://silkebrandt.weebly.com/

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Katla« (27. Februar 2011, 18:01)


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fictionmaster

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10

Sonntag, 27. Februar 2011, 20:40

Richtig. Ähnliche Varianten bieten auch: "ANGEL HEART" und "DIE NEUN PFORTEN".
Stimmt, den Mickey-Rourke-Klassiker habe ich erst neulich wieder gesehen.

Ebenfalls ein Mindfuck-Film ist Carpenters "Die Mächte des Wahnsinns". :D
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Pogopuschel

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11

Sonntag, 27. Februar 2011, 21:08

"Arlington Road" hat am Ende eine richtig schöne Überraschung, fast so gut wie bei "Die üblichen Verdächtigen".

DarkWriter

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12

Sonntag, 27. Februar 2011, 21:59

Würde "The 6th Day" nicht auch dazu passen? Doppelgänger und so? Und bei imaginärer Identität auch "Total Recall"
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Felix W

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Sonntag, 27. Februar 2011, 22:04

Gehört "Bubba Ho-tep" nicht auch dazu? ;) :tv:
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Torsten

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14

Sonntag, 27. Februar 2011, 22:34

Wenn schon "Pi" genannt wird, dann darf meiner Meinung auch "Black Swan" nicht fehlen. Die konsequente Fortführung von Aronofskys genialem Erstling. Und wo gerade dabei sind - bilde ich es mir nur ein, oder verwendet Christopher Nolan nicht auch gerne ein ähnlich geartetes Motiv? Ich verweise mal auf Memento, (teilweise) Inception und auch (teilweise) The Prestige.
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Spooky

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15

Sonntag, 27. Februar 2011, 22:59

Mein absoluter Favorit zu diesem Thema: Identity mit Ray Liotta, Amanda Peet und John Cusack.
Ein Film, der von einer klassischen Grusel-Situation ausgeht, im Laufe der Zeit aber weitaus mehr ist, als nur das… genial!

16

Sonntag, 27. Februar 2011, 23:13

Und wo gerade dabei sind - bilde ich es mir nur ein, oder verwendet Christopher Nolan nicht auch gerne ein ähnlich geartetes Motiv? Ich verweise mal auf Memento, (teilweise) Inception und auch (teilweise) The Prestige.
Apropos "Inception": Leonardo DiCaprio scheint ein Faible für solche Rollen zu haben: Siehe "SHUTTER ISLAND".

Recht verdreht im Hinblick auf Identität geht es auch in dem zu unrecht kaum bekannten "VANILLA SKY" zu.

Torsten

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17

Sonntag, 27. Februar 2011, 23:32

Zitat

Recht verdreht im Hinblick auf Identität geht es auch in dem zu unrecht kaum bekannten "VANILLA SKY" zu.


Eine Rolle, die Tom Cruise übrigens u.a. bei diversen öffentlichen Auftritten konsequent fortgesetzt hat: http://www.youtube.com/watch?v=_lHBPofO5M8

DAS nenne ich mal Method Acting! :)

Übrigens: So neu ist Vanilla Sky gar nicht. Der Film ist das Remake des, wahrscheinlich noch unbekanteren, Virtual Nightmare – Open Your Eyes von Alejandro Amenábar aus dem Jahre 1997. Hab den mal irgendwann auf Arte (?) gesehen und fand ihn sogar noch ein büsschen besser als das Remake. In diesem Zusammenhang MUSS ich übrigens auf die Werke von Philip K. Dick hinweisen. Weniger jedoch auf seine Verfilmungen - abgesehen von Blade Runner und mit Abstrichen Total Recall, dass dank dem Ende zu herrlichen Spekulationen á la Inception einlädt.

Und wo Spooky schon mal im Horrorbereich war: Was ist mit Sixth Sense? Einen nicht ganz so guten Überraschungseffekt hat übrigens der kleine, aber feine Streifen Dead End aus dem Jahre 2003.
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fictionmaster

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18

Montag, 28. Februar 2011, 12:54

Streng genommen müsste man den Film "Zwielicht" mit Edward Norton auch zu den Doppelgänger-/Mindfuck-Filmen zählen... :D
In Superior ging es um Popmusik und Liebeskummer,
jetzt um eine brutale Mordserie
Mein neuer Roman
Der Fall Nemesis
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19

Montag, 28. Februar 2011, 16:53

Zu Fight Club und High Tension: Ich finde Filme, in denen eine multiple Persönlichkeit durch 2 Schauspieler dargestellt wird um am Ende den Zuschauer damit, dass es sich nur um eine Person handelt, zu überraschen, höchst problematisch.
1. Fühle ich mich nicht überrascht, sondern verkackeiert....
2. Bei näherer Betrachtung finden sich immer Logiklöcher, wie das, das Katla zu High Tension erwähnt hat.
3. Ist die Überraschung inzwischen so abgenudelt, dass ich das :kotz kriege, wenn noch mal einer diesen Gag bringt.
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

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Pogopuschel

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20

Montag, 28. Februar 2011, 17:59

Zu Fight Club und High Tension: Ich finde Filme, in denen eine multiple Persönlichkeit durch 2 Schauspieler dargestellt wird um am Ende den Zuschauer damit, dass es sich nur um eine Person handelt, zu überraschen, höchst problematisch.
1. Fühle ich mich nicht überrascht, sondern verkackeiert....
2. Bei näherer Betrachtung finden sich immer Logiklöcher, wie das, das Katla zu High Tension erwähnt hat.
3. Ist die Überraschung inzwischen so abgenudelt, dass ich das :kotz kriege, wenn noch mal einer diesen Gag bringt.


Bei "Fight Club" fand ich es klasse und plausibel. Schließlich wir die Geschichte ja von der gestörten Persönlichkeit erzählt. Alles was wir sehen, ist also seine Wahrnehmung der Ereignisse.
Bei ""Haute Tension" ist das schon problematischer. Da sind die Logiklöcher so groß, dass die Auflösung schon weh tut. Trotzdem ist der Film bis zu diesem Zeitpunkt extrem spannend und packen inszeniert - vor allem wenn man ihn in einem Kino mit guter Soundanlage sieht.