März 2012
BRIAN KEENE "Eingesperrt"
Für die Angestellten von Big Bill's Home Electronics ist es nur ein ganz normaler Arbeitstag kurz vor Feierabend - bis ein bewaffneter Mann in den Laden stürmt und die Normalität mit brutaler Gewalt zu einem Ende kommt. Die, die den Angriff des unerbittlichen Mannes überleben, werden von ihm hinten im Laden in einem Käfig gesteckt. Für sie beginnt eine Nacht des Bangens, der Hoffnungen, der Furcht, der Pläne, des Horrors und des Entsetzens. Denn sie sind eingesperrt. Und niemand weiß, was genau der Verrückte vor hat ...
Entgegen der landläufigen Meinung hat mich Keene mit EINGESPERRT endlich mal wieder überzeugt. Seine Charcktere sind schön beleuchtet, man lernt sie mit all ihren Fehlern schnell lieben. Ebenso die Ängste und Phobien, wobei ich allerdings nicht glauben kann, dass man nach einem angstbedingten Zusammenbruch die Ruhe findet und sich bei seinen Freunden dafür entschuldigt. Der "Mann in Schwarz" entspricht dem typischen Klischee des Bösewichts und passt auch mit seinen Äußerungen und Gesten perfekt in die Geschichte.
Was mir nicht gefällt, ist das Ende. Ein übernatürlicher Schluss passt nicht zur Seele der Geschichte. Trotzdem hat mich Keene nach seinen Flops "Stadt der Toten" und "Am Ende der Strasse" wieder auf seine Seite gezogen.
Bewertung: 09 / 10