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Pogopuschel

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41

Sonntag, 4. September 2011, 21:03

@Pogopuschel
Selbst 'Scream', der das längst totgeglaubte Genre 1996 wieder salonfähig machte und mit Wes Craven einen talentierten Regisseur hatte, leidet an den zu engen Genregrenzen. Am besten zeigt das der aktuelle Teil 4, der - so toll er auch gemacht ist - an und für sich etwas langweilt.


Den ersten Teil von "Scream" würde ich da rausnehmen. Der ragt aus der Masse der Slasherflme eindeutig hervor. Der ist einfach zu clever gemacht und spielt virtuos und wunderbar selbstironisch mit den Genrekonventionen.

Zu "Conan": John Millius (Regisseur von Teil 1) hatte ja ein Drehbuch zu einem dritten Teil "King Conan" geschrieben, aber leider wurde es nie verfilmt.
Es gibt so viele tolle Kurzgeschichten von Howard, die nicht nach dem Schema "ich räche mich an dem Mörder meiner Eltern" ablaufen, da hätte man sich für ein Remake/Reboot auch was neues einfallen lassen können. Aber ich will das Remake nicht vorverurteilen. Bisher schildere ich nur meine Eindrücke zu dem bisher gezeigten Material.

Pogopuschel

Fortgeschrittener

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42

Dienstag, 6. September 2011, 18:08

Um mal ausgewogen zu bleiben: Von der TV-Spielfim bekommt "Conan" den Daumen nach oben. Allerdings ist die Kritik ziemlich kurz und nichtssagend. Das lausige 3D bemängeln sie aber auch.

Nina

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43

Dienstag, 6. September 2011, 18:19

Bei Remakes ist auch immer die Frage, wie das Leute beurteilen, die nicht damit aufgewachsen sind. Es kann immer sein, dass jemand der jetzt ein Teenager ist, die alten Filme vor dem Remake gar nicht mehr aushält, weil er einfach eine andere Art der Inszenierung gewöhnt ist. Ich habe mit vielen alten Filmen auch ein Problem, da kommt mir die Handlung lahm vor und ich bin irritiert, wenn sie plötzlich wieder mal aus heiterem Himmel zu singen anfangen. (OK, bei Conan wurde uns das zum Glück erspart, aber vor längerer Zeit war das in Filmen durchaus üblich und keiner hat sich beschwert.)

Zitat

Hätte es nicht Conan 3 sein können? Oder der Typ Conans Sohn oder...


Aber stimmt, ich finde es auch schade, dass man nicht was anderes gemacht hat, eine Fortsetzung vielleicht. Am besten so ähnlich wie bei Indiana Jones, wo der alte Held offiziell an seinen Sohn übergibt. (Das wäre auch für meinen berühmten Landsmann die Chance, mal wieder erfreuliche Schlagzeilen zu machen. *fg*)

44

Dienstag, 6. September 2011, 20:17

Ich lese hier immer Remake... Für mich ist dieser Film kein Remake der Filme. Es ist eine neue Verfilmung der Buchvorlage. Das ist doch was ganz anderes. :) Und das 3D schlechte Kritiken bekommt, ist für mich verständlich. Bis auf Avatar war noch in jedem Film der 3D Anteil völlig überflüssig und zusätzliche Mehreinnahme für das entsprechende Kino.
Lese gerade: Seth Grahame-Smith - Abraham Lincoln: Vampire Hunter
www.hoerspiellobby.de

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Pogopuschel

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45

Mittwoch, 7. September 2011, 14:03

Hier äußert sich der Script Doctor* von Conan zu dem gefloppten Start in den USA:

Zitat

You make light of it, of course. You joke and shrug. But the blow to your ego and reputation can't be brushed off. Reviewers, even when they were positive, mocked Conan The Barbarian for its lack of story, lack of characterization, and lack of wit. This doesn't speak well of the screenwriting - and any filmmaker who tells you s/he "doesn't read reviews" just doesn't want to admit how much they sting.

Unfortunately, the work I do as a script doctor is hard to defend if the movie flops. I know that those who have read my Conan shooting script agree that much of the work I did on story and character never made it to screen. I myself know that given the difficulties of rewriting a script in the middle of production, I did work that I can be proud of. But it's still much like doing great work on a losing campaign. All anyone in the general public knows, all anyone in the industry remembers, is the flop. A loss is a loss.

http://www.quora.com/Whats-it-like-to-ha…-the-box-office

Und hier ein paar Gedanken zum Flop von jemandem, der die Produktion lange als Fans mit seinem Conan-Blog verfolgt hat und vom Ergebnis sehr enttäuscht ist: http://www.conanmovieblog.com/2011/08/24…-miss-the-mark/

Danke an Chrisitan Günther, der in einem anderen Forum auf diese Seiten hingewiesen hat.


Nachtrag: Interessant finde ich den Vergleich mit dem "Rise of the Planet of the Apes" Reboot



*jemand, der ein Drehbuch während der laufenden Produktion umschreibt. Was nie ein gutes Zeichen ist.

Pogopuschel

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46

Donnerstag, 8. September 2011, 17:05

Falls jemand seine Kenntnisse über den alten Conan-Film auffrischen möchte:

HarryW

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47

Freitag, 9. September 2011, 20:53

So, trotz schlechter (und teilweise sicher gerechtfertigter) Kritik, sind die Tickets reserviert. Nächsten Mittwoch gehts mit Freunden ins Kino - ungeschnitten und in englisch, blutig, 3D, barbarisch, voller Logiklöcher und mit fehlender Charakterentwicklung ... Ich freu mich!

HarryW

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48

Donnerstag, 15. September 2011, 16:58

So, meine Damen und Herren! Ich habe den Film gesehen und fasse mal - möglichst objektiv - zusammen, was am Film funktioniert und was nicht.

Positives
- Man kann über Nispel schimpfen, wie man will, aber der Mann hat inszenatorische Stärken, die umhauen. Die gebotenen Bilder sind enorm schön.
- Die Ausstattung und Bauten sind detailverliebt und wirken sehr stimmungsvoll.
- Die Kameraarbeit ist klasse.
- Die Action geht von Anfang an voll ab - ein wenig erinnert das ganze an eine Achterbahnfahrt.
- Der Film ist enorm blutig.
- Die vielen Locations, an denen die Handlung spielt, werden wunderbar in Szene gesetzt.
- Jason Momoa als Conan ist toll, er verkörpert die Dynamik des literarischen Conan in vollen Zügen und ist offensichtlich mit enorm viel Spass am spielen. Es macht wirklich Laune, ihm zuzusehen.
- Als ganzes ist der Film deutlich näher an Howards Conan, was mir sehr gut gefällt.

Negatives
- So etwas wie Charakterentwicklung gibt es nicht, und das ist wirklich schade.
- Der Film hat keine stillen Momente, das führt dazu, dass innerhalb von Szenen kein Spannungsbogen aufgebaut wird. Das hilft natürlich der Achterbahn-Action, unterbindet aber die dramaturgische Entwicklung.
- Mir persönlich ist die Schnittfolge viel zu schnell. Das ist eine Unart der (mittlerweile auch schon angegrauten) MTV-Generation.
- Obwohl all die Locations liebevoll in Szene gesetzt wurden, sind es derer etwas zu viele.
- Tatsächlich hat es gewisse Logiklöcher, die im Grunde genommen keine Logiklöcher sind ... wenn man Rollenspieler ist. Denn vieles macht Sinn, wenn man etwas darüber nachdenkt und einen Sinn für Abenteuer sein eigen nennt. Aber eben, der Film hat keine ruhigen Momente, die ein Nachdenken und Verarbeiten unterstützen.
- Der Soundtrack ist leider Musik von der Fantasystange. Nicht wirklich schlecht, aber eben auch Meilenweit von Basil Poledouris' Meisterwerk entfernt.

Alles in allem hat mich der Film enorm gut unterhalten und ich kann ihn empfehlen. Es ist kein Meilenstein, aber ein guter Fantasyfilm. Das Potential zu einem grandiosen Kracher ist an allen Ecken und Enden zu sehen und zu fühlen. Nur hätte es eben einen Regisseurs gebraucht, der eine persönliche Vision hat. Kaum zu denken, wie der Film geworden wäre, wenn z.B. ein Verhoefen den Stoff verarbeitet hätte. Die übertrieben negative Kritik halte ich im grossen und ganzen für ungerechtfertigt, denn es wurden schon weitaus schlechtere Film nicht so hart beurteilt. Ich denke, dass in jedem Jahr irgendein Film ungerecht hart abgeurteilt wird - dieses Jahr ist es scheinbar Conan.

Timna

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49

Donnerstag, 15. September 2011, 20:45

Ich hab den Film vorige Woche gesehen und war begeistert. Allerdings muss ich dazusagen, dass ich die alten Filme nicht kannte, und als ich mir die am nächsten Tag ansehen wollte, hab ich nach 20 Minuten aufgegeben, weil mir die einfach zu trashig waren. Viell. bin ich wirklich zu jung um dafür :cool:

Eben weil der Film so schnell war, hat er mich von der ersten bis zur letzten Sekunde so gefesselt, dass ich die ganze Zeit über mein Herz schlagen gehört hab. Es gab zwischendurch wirklich keine Zeit zum Entspannen. Es waren aber so viele Kleinigkeiten und Details drin, immer wieder auch so kleine Hinweise und Symbolik, und man musste schon haargenau aufpassen, um das mitzubekommen. Da wars natürlich auch wieder schade, dass man keine Zeit zum Nachdenken hatte. Ich muss mir den Film noch ein paar Mal anschauen, um das dann wirklich alles mitzukriegen. Aber die Zeit ist nur so verflogen - der Film hatte Überlänge, aber als er aus war, dachte ich so: "Was? Das waren jetzt 2 Stunden? Wo ist die Zeit hin?" ;)

Rose McGowan fand ich enttäuschend. Ca. das erste Viertel des Films zeigt Conans Kindheit, und da kam die Rolle von Rose McGowan auch schon vor. Aber ich fand die Kinderschauspielerin um Längen besser als sie. Vielleicht hätte ich an ihrer schauspielerischen Leistung sonst nichts zu mäkeln gefunden, aber imho hat sie im Direktvergleich mit der Kleinen total abgeloost. Meine bescheidene Meinung als Frau: Für Conan hätten sie auch einen hübscheren auftreiben können, und so gut trainiert wie Schwarzenegger war der auch nicht - also da war ich ein bisserl enttäuscht :D

Zitat

voller Logiklöcher und mit fehlender Charakterentwicklung


Logiklöcher hätt ich keine gefunden, aber die fehlende Charakterentwicklung fand ich gut. Ganz ehrlich, wenn man den Film anschaut, und vor allem den Anfang... Eine Entwicklung passt einfach nicht, das wär, als würd Bud Spencer eine Charakterentwicklung durchmachen :friends:
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Freitag, 16. September 2011, 10:05

Harry und Tinma ich hätte nicht gedacht, dass das passiert, aber ihr zwingt mich geradezu auch ins Kino zu gehen;)

HarryW

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51

Freitag, 16. September 2011, 10:20

@Timna
Rose McGowan hat wirklich weit unter ihren Fähigkeiten gespielt. Vielleicht war sie ja während des Drehs noch immer sauer, weils mit der Red Sonja Verfilmung nicht weitergeht ;-) .

Rarius

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Freitag, 16. September 2011, 16:11

Positiv am Film war: dass dieser Mist dann auch bald zuende war

Negativ war: dass dieser Mist überhaupt gedreht wurde.

Offenbar gibt es ihn, den "Fluch des Robert Howard". Ein böser Geist hat Howard verflucht, mit den Worten "du wirst die großartigsten Abenteuer- und Fantasygeschichten schreiben. Noch in Jahrzehnten und Jahrhunderten wird man deine Geschichten lesen und lieben. Aber nur einmal, nur ein einzigesmal, wird es eine gute Verfilmung einer der Geschichten geben".

Und die war schon: "Pigeons from Hell", 1961 http://www.imdb.com/title/tt0723089/

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53

Freitag, 16. September 2011, 16:33

Danke Rarius! Bislang ist mir der Titel noch nirgendwo begegnet, liest sich aber ganz interessant!

Zu deinem übrigen Post: Der 1. Conan-Film übertrifft für mich Howards Abenteuer Geschichten (Conan und Kane kenne ich) bei Weitem;)! Richtig gefallen tun mir nur Howards Lovecraft-Ahnlehnungen (die dafür aber umso mehr).

@Harry
Ist der Kopf hinter dem Red Sonja Remake nicht Rodriguez? Also in seinem Fall hätte ich das Projekt auch sehr schnell verrecken lassen ... Wer will schon seiner Ex eine große Bühne bieten;)?

Timna

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54

Freitag, 16. September 2011, 21:15

@Harry: Für die Rolle von Red Sonja hätte sie auch überhaupt nicht gepasst, das wär bestimmt allein deswegen gefloppt. Sie schaut die ganze Zeit so drein, als würde sie im nächsten Moment losheulen, und da hätte jemand mit härten Gesichtszügen hergemusst. Milla Jovovich zum Beispiel :D
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HarryW

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Donnerstag, 13. Oktober 2011, 19:17

Noch ein herrlicher Nachtrag zum originalen Conan the barbarian ... hier gibt's das Conan the barbarian Musical: http://www.youtube.com/watch?v=OBGOQ7SsJrw&NR=1

Viel Spass :D

Timna

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56

Freitag, 14. Oktober 2011, 11:25

OMG, ich versteh die Hälfte vom Text nicht, der hat so einen komischen Akzent :O Singt der wirklich "come where are the tooth spacing each other"? :] Nein, oder?
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HarryW

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Freitag, 14. Oktober 2011, 11:32

OMG, ich versteh die Hälfte vom Text nicht, der hat so einen komischen Akzent :O Singt der wirklich "come where are the tooth spacing each other"? :] Nein, oder?
Der Song besteht aus lauter Filmzitaten in einem Dialekt, der Arnolds grauenhaftem Österreicherdialekt tatsächlich sehr nahe kommt. Was er da singt heisst: "Crom - where are the snakes facing eacht other?" Conan sucht ja nach dem Symbol mit den zwei Schlangenköpfen, die sich anstarren.

Timna

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58

Freitag, 14. Oktober 2011, 12:34

*lach* Ok. Arnies Akzent hat er aber gar nicht hinbekommen. Der hört sich gaaaaanz anders an. Schau mal hier: http://www.youtube.com/watch?v=dzjZfAGgE2M Das Schlimme ist ja, den versteht man auf Deutsch auch kaum. Und ich komm aus der gleichen Gegend wie er, am Dialekt kanns nicht liegen :)
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