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Montag, 16. Mai 2011, 20:25

VERDERBEN von Bentley Little

Am 25.11.2011 erscheint bei Bastei Lübbe "Verderben" von Bentley Little:



EUR 8,99
Bastei Lübbe
Taschenbuch
Ersterscheinung: 25.11.2011
ISBN: 978-3-404-16604-6

Inhalt:
In einer Kleinstadt eröffnet ein neues Geschäft. Der Besitzer erfüllt die verwegensten Wünsche. Doch mit jedem Kauf vermachen die Kunden einen Teil seiner Seele an ihn. Als er die ersten Gefallen einfordert, schleichen sich kleine Gehässigkeiten in den Alltag der Bewohner. Und dann geschieht der erste Mord ...
[Quelle: www.luebbe.de]

Klingt für mich etwas zu sehr nach "In einer kleinen Stadt" von Stephen King. Kennt zufälligerweise schon jemand das Original und kann mehr dazu sagen?
...and the book club consists mainly of people who club me with books.

Torsten

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2

Montag, 16. Mai 2011, 21:00

Das ist "The Store" und hat nur oberflächig etwas mit Kings tollem Werk gemeinsam. Ich habe vor sehr langer Zeit eine Rezension auf Amazon zu dem Buch gepostet und zitiere Teile davon:

"Wie es der Titel des Buches bereits aussagt, dreht sich alles in dem Roman um die ominöse Kaufhaus-Kette "The Store". Eigentlich nichts besonderes, doch dann verschwinden Menschen, später konkurrierende Geschäfte und schließlich ist die ganze Stadt fest im Griff des Geschäftes ...
Ein originelles Thema, dass sich Little da ausgesucht hat. Kettenläden als Urheber von radikalen umstürzlerischen Veränderungen. Klingt eigentlich total schwachsinnig, wären da nicht zwei entscheidende Punkte: 1) es trifft den Punkt, denkt man mal genau darüber nach und 2) die Art und Weise, wie Little die Geschichte erzählt. Gruselig und unheimlich, mordsmäßig spannend und originell. Und dass OHNE den Einsatz von unnötigen Gewalt- und Blutorgien!
Little ist es gelungen, eine Geschichte zu schreiben, die indirekt die Kommerzgelüste eines Jeden anprangern, gleichzeitig aber auch eine Warnung vor dem Verlust jeglicher Individualität ist."
Und hier noch der Auszug aus einer weiteren, sehr treffenden Besprechung:
"Juniper ist ein winziges Kaff in der Wüste von Arizona und entsprechend groß ist die Begeisterung unter den Eingeborenen als die Kaufhauskette The Store verkündet, eben dort eine Filiale zu eröffnen. Die Stadtväter räumen dem Konzern ohne zu zögern lästige Steinchen wie Gewerbesteuer oder Bauvorschriften aus dem Weg, gilt es doch, die Wirtschaft zu stärken, die ja bekanntlich selbstlos Arbeitsplätze und somit Wohlstand für alle schafft. Einige mysteriöse Todesfälle schon während der Bauarbeiten werden folgerichtig als bedauerliche aber unvermeidliche Kollateralschäden des Konsumkapitalismus eingestuft und sind auch schon vergessen, als endlich der heiß ersehnte Tag der Eröffnung da ist.

Das Warenangebot in dem riesigen Laden ist sensationell und muss keinen Vergleich mit den berühmten Einkaufstempeln der Metropolen zu scheuen; selbst Kunden mit exotischen Vorlieben für Nazi-Spiele oder Snuff-Movies kommen im Store voll auf ihre Kosten. Dazu gibt es reichlich Billig-Jobs für die dankbare Bevölkerung, Kleinstadtherz, was willst du mehr?

Bill Davis, Software-Autor und Familienvater, verfolgt die Euphorie um den Store mit Skepsis und Sorge, zumal auch seine beiden Teenie-Töchter dort beschäftigt sind, die von allerlei seltsamen Ritualen berichten. Bald bestätigen sich seine Befürchtungen, denn der Store zeigt schnell sein wahres Gesicht: Inhaber kleiner Läden werden mit Geld oder Gewalt außer Konkurrenz gesetzt, während man selbst die Produktvielfalt reduziert, die Preise erhöht und die Löhne senkt. Die Stadt, die sich bereitwillig in Abhängigkeit des Konzerns begab, geht dafür Pleite und der Store übernimmt auch diese Aufgaben, selbstredend zu seinen Bedingungen. Bill sammelt verzweifelt Material gegen den Moloch, stößt aber überall an Grenzen und so ist er umso überraschter, als er eines Tages eine Einladung nach Dallas erhält, zum legendären Konzernchef persönlich... "

Wie man also unschwer erkennen kann, rechnet Little in seinem Werk mit dem Konsumkapitalismus bzw. den krakengleichen, riesigen Großhandelsketten ab, die dafür sorg(t)en, dass der klassische Tante Emma-Laden ebenso von der Landkarte verschwindet und durch gleichermaßen herz- und seelenlose Warentempel und deren Vorsitzenden ersetzt wird. Selbstverständlich treibt es Little bisweilen wunderbar und gleichermaßen herrlich bizarr auf die Spitze, wobe hervorzuheben sei, dass dieser Roman nicht duch einen hohen und möglichst brutalen Bodycount glänzt, als vielmehr durch leisen, lautlos von hinten anschleichenden Horror, der sich langsam aber sicher immer weiter ausbreitet. Ferner gibt es hier eine ganz bestimmte, ähm ... Bettszene, deren schockierende Auflösung mir bis heute Schauer beschert. Für mich ist "The Store" (nach "The Ignored") Littles bis dato bester Roman und ein absolutes Musterbeispiel für modernen, "Thinking Man's"-Horror. Sollte die Übersetzung dem Original Genüge tun, dann ist dieser Roman ein absolutes MUST HAVE.

P.S.: Danach könnte es sein, dass man eine Retortenstadt wie Leverkusen mit anderen Augen sehen wird ... :D
http://torstenscheib.blogspot.com/

Spooky

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3

Montag, 16. Mai 2011, 21:13

Das klingt ja sehr spannend… obwohl es natürlich rein vom Klappentext her zuerst schon ziemlich nach NEEDFUL THINGS klingt…
Allerdings hoffe ich mal schwer, dass das Buch besser als sein THE IGNORED sein wird. Denn damit konnte ich wirklich nicht viel anfangen…
Aber gekauft wird es sowieso! Ich lass mich überraschen!

Torsten

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4

Montag, 16. Mai 2011, 21:24

Ich muss jetzt einfach mal meine Überraschung eingestehen, was die überwiegend negativen Meinungen zu THE IGNORED angehen. Im Original war es ein grandioser Roman; ein unheimlicher Ausflug in die Twilight Zone bzw. hin zum Ende der Individualität.
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Astrid

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5

Dienstag, 17. Mai 2011, 07:23

Endlich, endlich wieder ein neuer Roman von Bently Little. Ich dachte schon ich muss noch längeer darben.
Freu mich riesig und kann den November kaum erwarten.
Parrish`s magischer Spielzeugladen von Astrid Pfister

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http://www.astridpfister.de

Kai Grimm

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6

Dienstag, 17. Mai 2011, 13:42

Inhaltlich klingt das ganz typisch nach Bentley Little. Aber: Waren die Insekten auf dem Cover nicht für Dean Koontz reserviert?
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia