Da es für die kleinen grauen Zellen momentan zu heiß ist, anstatt einer kurzen Inhaltszusammenfassung einfach der Klappentext:
"Beruflich und persönlich gescheitert kehrt Cason Statler, Veteran des ersten Irak-Kriegs und einst vielversprechender Journalist, als menschliches Wrack in seine Heimatstadt Camp Rapture zurück. Er trinkt zu viel, kann sich nicht damit abfinden, dass ihm seine Freundin den Laufpass gegeben hat, und versinkt in Selbstmitleid.
Um wieder auf die Beine zu kommen, tritt er bei der Lokalzeitung eine Stelle als Kolumnist an. In den Notizen seiner Vorgängerin stolpert er über den unaufgeklärten Fall einer Studentin, die im Jahr zuvor spurlos verschwunden ist. Statler sieht die Chance, sich wieder einen Namen zu machen, und greift die Geschichte auf. Doch damit sticht er in ein Wespennest ..."
Nachdem mir bereits das im letzten Jahr im Golkonda-Verlag erschienene KAHLSCHLAG von Lansdale ausgesprochen gut gefallen hatte, war ich auf GAUKLERSOMMER sehr gespannt und wurde nicht enttäuscht - ganz im Gegenteil.
Lansdale ist ein toller Erzähler. Er schafft es schon allein dadurch zu fesseln, wie er seine Charaktere einführt, auch wenn die Story zu Beginn noch harmlos erscheint. Und dann steigert er die Spannung bis zum Showdown auf eine Art und Weise, die es mir schwer gemacht hat, das Buch aus der Hand zu legen. Ohne zu viel von der zweiten Romanhälfte verraten zu wollen - wer an den Hap&Leonard-Romanen von Lansdale und Thomas Harris' frühen Romanen seinen Spaß hatte, dürfte hier bestens bedient werden. Ich fand das Buch grandios (was die tolle Aufmachung miteinschließt).
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Christian« (26. August 2011, 19:29)