Naja, die Idee mit den Vincentpreisgewinnern ist nett, aber vielleicht doch ein bisschen zu naheliegend. Außerdem sind ja außergewöhnliche Geschichten nicht immer unter den Preisträgern von Publikumspreisen zu finden. Da ist ziemlich viel Glück im Spiel, und es würde eine, zwar nicht schlechte, aber ich denke doch, ziemlich zusammengewürfelte Antho entstehen. Die Geschichten, die mich in den letzten Jahren am meisten überzeugt haben, waren Torsten Sträters "Sportsfreund" und Jakob Schmidts "Im Himmel"(obwohl da ja noch aussteht, ob die nicht doch zu den Preisträgern gehören wird). Die beiden Geschichten regen zwar gerne zu der Diskussion an, ob "sowas" denn überhaupt Horrorliteratur sei, aber ich denke, die Frage drängt sich nur auf, weil wir schon zu oft von Splatter vollgedröhnt werden, ohne zu merken, dass die leisen, düsteren Stimmen etwas viel bedrohlicheres in sich tragen, als die Hau-draufliteratur. Tja, ehm - nur so am Rande gesagt.
Bin gespannt, was hier so alles in den Raum geworfen wird - man hat ja nie genug gelesen.
Grüsse, Marcus