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Mammut

Der ErnstFall

  • »Mammut« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2 712

Registrierungsdatum: 21. Januar 2004

Wohnort: Weltkulturerbe Mittelrhein

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1

Dienstag, 19. Juli 2011, 22:59

VP KG Lesezirkel 2011: Christian Endres - Die Anzeige

Um den Kurzgeschichten ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu geben, starten wir einen Lesezirkel, in dem wir sporadisch die 2011 erschienen Horrorkurzgeschichten lesen. Auftakt ist:

Die Anzeige von Christian Endres:
http://www.voodoo-press.com/content/die_anzeige.pdf

...erschienen in Wicked (Voodoo Press):
http://vincent-preis.blogspot.com/2011/0…odoo-press.html

Meinungen einfach hier posten. Der Lesezirkel startet ab sofort und es kann jederzeit diskutiert oder Hintergrundinfos gepostet werden.

Beiträge: 581

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2

Dienstag, 19. Juli 2011, 23:20

;)

In einem Schreibratgeber, den ich gerade lese, heißt es, dass man gut darüber nachdenken soll, ob die Geschichte es Wert ist, aufgeschrieben zu werden.
Und diese von einem Detektiv, der ins Hinterland aufbricht, um den Auftrag einer alten Dame anzunehmen, ist es in meinen Augen nicht Wert. Zu wenig Substanz, viel zu wenig.
Der Detektiv ist eine Klischee-Figur (Säufer, zynisch, Chesterfield rauchend, nahe am Existenzminimum) und auch seine Ahnung, dass es einen geistesgestörten Nachkommen geben muss, finde ich sehr, sehr weit hergeholt; das Handeln der alten Dame ist nicht glaubhaft; Die Auflösung irgendwie unspektakulär;

Rein von der Handlung und den Figuren her gesehen, ist die Geschichte für mich komplett durchgefallen.

ABER!

Der Stil des Autors hat mich beinahe sprachlos gemacht (und wieder vermisse ich den Huldigungs-Smiley). Er schildert so lebendig, witzig und interessant, dass jede Zeile eine Freude ist! Der kurze Dialog sitzt perfekt; die Beschreibung der Farm, das heraufbeschwören der Atmosphäre ... Schlichtweg großartig! Einen so flüssigen Text habe ich in letzter Zeit nicht oft gelesen.

Marcus

Schüler

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3

Mittwoch, 20. Juli 2011, 11:10

Nun ja, ob eine Geschichte es wert ist, geschrieben zu werden, ist eine Frage, die sich selten leicht beantworten läßt. Ich halte Endres´ Geschichte für gut geschrieben, kurz und auch irgendwie witzig, vor allem, wenn man am Ende den Blick über die gelungene Illustration gleiten läßt. Gegen die Klischees habe ich eigentlich nichts einzuwenden, sie gehören nunmal zu den Charakteren. Die Geschichte ist in jedem Fall aber nichts außergewöhnliches, es ist nichts Neues daran und es sticht auch keine besondere Innovation daraus hervor, wo man auch nur einmal die Augenbraue heben würde und sagen: "Na schau mal einer an." Man liest die Geschichte und fühlt sich unterhalten. Das liegt an der Kürze des Textes, sie erlaubt gar keinen großen Luftsprünge, obwohl ich beim Lesen gern etwas mehr gesehen und gehört hätte. Denn die Geschichte hätte es sehr wohl "wert sein" können, geschrieben zu werden, wäre vom unmittelbaren Handlungsstrang abgewichen worden.
Aber was soll man sagen, bei der Kürze des Textes ergibt sich oft ein Anschein von Banalität. Ich glaube aber, damit wird man der Geschichte von Endres nicht gerecht.
Sie ist einfach, ok, aber auch irgendwie sympathisch - ich mag sie.

Grüsse, Marcus

Elmar

Anfänger

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4

Mittwoch, 27. Juli 2011, 11:42

Nachem ich nun auch die reine Textversion gelesen habe, werde ich auch etwas mitsimpeln bei den Herrn Autoren.
Vielleicht zwei vorneweg: 1) Ich mag Christian Endres Sachen einfach und 2) ich kannte zuerst die bebilderte Version von DIE ANZEIGE.

Schon beim lesen der Graphic-Version dachte ich mir, dass die Story ohne Bilder vielleicht etwas verloren wirkt. Ich habe mich nur 1/2 bestätigt gesehen, da die Textversion an einigen Stellen mehr beinhaltet. Der (unnötige) Schlenker mit Omas Freakboy fehlt in der bebilderten Variante z.B. völlig.
Natürlich kann der Autor aufgrund der Kürze keine großen Sprünge machen aber es ist ihm IMO anzurechnen, dass er die Story nicht künstlich aufbläht. Was Christian beherrscht, ist das grandiose "kopieren" (nicht negativ gemeint) eines bestimmten Stils. Das hat man schon in UHRWERK DES TODES gesehen. Hier nun also der kanppe der Schwarze-Serie-Krimis, den er doch noch mit einigen witzigen One-Linern versieht.
Ich finds gelungen.
Eine Geschichte muss vor allem eines sein: überraschend

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Mammut

Der ErnstFall

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5

Freitag, 29. Juli 2011, 13:11

Wenn sich der Anfang auch ein wenig zieht ist es eine spannend erzählte Geschichte. Leider wird schon relativ früh klar (Stichwort: Tee) wohin die Sache läuft. Mir scheint auch, das Thema "Anzeige" ein wenig krampfhaft in den Mittelpunkt gerückt.

Insgesamt ist ja inhaltlich nicht so viel geboten. Ich würde sagen nette Unterhaltung mit Popcfornfaktor.

Beiträge: 942

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6

Samstag, 30. Juli 2011, 18:31

Ich kann mich den meisten Vorrednern anschließen. Ich mag Endres Stil und kann als Hobbyschreiber nur sagen: Das muss man erst mal hinbekommen so unterhaltsam zu schreiben.
Im Gegensatz zu Michael habe ich den Tee an mir vorrüber ziehen lassen, die Krake in dem Sumpfloch, na ja, ich glaube trotz der Kürze hätte man sich noch etwas Pointierteres einfallen lassen können. Ich mag gute Ideen. Unterm Strich lande ich bei lesenswerten 7 Punkten.

Beiträge: 2 099

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7

Samstag, 21. Januar 2012, 18:18

Oh, beinahe vergessen! Hab die Mail gerade abgeschickt!
Sie sind da: Zombies! Sie werden Dich fressen! Das ist keine Urban-Fantasy, das ist HORROR!
http://backus.blogg.de, http://phantastisches.blogspot.com & http://www.die-apokalyptischen-schreiber.de

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