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  • »Timo Mengel« ist der Autor dieses Themas

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1

Freitag, 26. August 2011, 21:26

Jack Ketchum - Beuterausch

Für den 12. Dezember ist der neue Ketchum angekündigt. Ein dritter Teil seiner 'Kannibalen-Geschichte', die bislang Beutegier und Beutezeit umfasst.

Warum ich den Thread jetzt schon eröffne? Zum einen, weil ich mich sehr drauf freue;), zum anderen, weil der Roman im Original bereits seit Feb. als Kindle-Version und seit Mitte August in der Hardcover-Ausgabe erhältlich sein soll und ich fragen wollte, ob's schon jemand gelesen hat.

Auch nicht ganz uninteressant: Ketchum ist nicht als alleiniger Autor angeben. Auch Lucky McKee muss seinen Teil zum Roman beigetragen haben - Der Herr, der den Stoff als Regiseur auf die Leinwand bringt. Arbeitsteilung? Entwickelten beide die Story zusammen, McKee schrieb das Drehbuch und Ketchum arbeitete es in einen Roman um? Insofern wär's gar kein 'richtiger' Ketchum.

Der Inhalt:
Sie ist die letzte Überlebende eines Kannibalenstamms, der jahrzehntelang die Ostküste der USA in Angst und Schrecken versetzte. Geschwächt und verwundet gerät sie in die Gewalt des tyrannischen Familienvaters Cleek. Der Sadist Cleek versucht, die wilde Frau zu »zähmen«, wobei er seine Familie als Komplizen missbraucht. Doch er hat den Überlebenswillen seiner Gefangenen unterschätzt. Bevor sein Experiment zu Ende ist, werden alle Unaussprechliches durchleiden müssen.

Hört sich stark nach 'The Girl next Door' an.

Nun ja, hier ein Trailer und ein 2min Clip zu 'The Woman'. Wann der Film startet, keine Ahnung.

http://www.youtube.com/watch?v=nEKFeAYmN9c&feature=youtu.be
http://www.youtube.com/watch?v=MD447uCdLyA&feature=related

HarryW

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2

Freitag, 26. August 2011, 22:34

Ich mag Ketchum sehr. Trotzdem kommt mir die Ankündigung dieses Buches so vor, als ob die Fans des behandelten Themas, zu dem nach dem ersten Buch im Grunde genommen schon alles gesagt wurde, noch mal so richtig gemolken werden sollen. Aber warten wirs mal ab.

  • »Timo Mengel« ist der Autor dieses Themas

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3

Freitag, 26. August 2011, 23:03

Naja, vom Inhalt her unterscheidet es sich schon stark zu den beiden Beute-Vorgängern. Hört sich für mich wirklich wie 'The Girl next Door' in entschärfter Version an (Da es diesmal kein unschuldiges Mädchen, sondern eine Kannibalin trifft).

Ich meine vor einiger Zeit mal in einer Meldung gelesen zu haben, dass das Projekt entstand, da ein Produzent einen weiteren Teil auf die Leinwand bringen wollte, und die Story extra für das Medium Film geschrieben wurde. Ungefähr so wie bei 'Hannibal Rising', wo die Produktionsfirma auch scharf auf einen weiteren Hannibal-Film war und Harris zum Schreiben ermutigte.

HarryW

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4

Freitag, 26. August 2011, 23:10

Das würde meine Einschätzung sogar noch unterstreichen. Es ist ohnehin ein massiver Unterschied, ob ein Werk (Film oder Buch) von jemandem geschrieben/gefilmt wurde, der eine klare Vision des Themas hat oder von jemandem, der das Ding als Auftragsarbeit schaukelt.

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Pogopuschel

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5

Samstag, 27. August 2011, 02:10



Nun ja, hier ein Trailer und ein 2min Clip zu 'The Woman'. Wann der Film startet, keine Ahnung.

http://www.youtube.com/watch?v=nEKFeAYmN9c&feature=youtu.be
http://www.youtube.com/watch?v=MD447uCdLyA&feature=related


Der Film läuft zurzeit auf dem Fantasyfilmfest.

  • »Timo Mengel« ist der Autor dieses Themas

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6

Sonntag, 28. August 2011, 10:22

Ich ebenso Mond: Bin gerade dabei Ketchums Ladies Night für mich selbst zu übersetzen und stoß da einfach ein meine Grenzen. Es macht auf diese Weise überhaupt keinen Spaß, weswegen ich das Ganze für mich als Englisch-Unterricht ansehe, nicht wirklich als 'Lesen'.
Mein Gott, wie viel Spielraum englische Bezeichnungen für deutsche Übersetzungen liefern, wie viel umformuliert werden muss, damit es sich im Deutschen gut anhört. Von Slang-Ausdrücken, Redewendungen, Anspielungen auf amerikanische Prominente, gesellschaftliche Themen, etc. ganz zu schweigen!

Fast würde ich soweit gehen, die Bezeichnung Übersetzer einfach zu streichen und sie durch Schriftsteller zu ersetzen, soviel muss umformuliert werden, um es für den deutschen Leser wohlklingen zu lassen. Und Ketchum dürfte da noch recht einfach sein. Man stelle sich Simmons oder Barker vor! Oder Lyrikbände ... Mein Gott!!! *Staun

7

Montag, 29. August 2011, 20:01

Ist jetzt zwar Off Topic, aber ich spring trotzdem mal drauf an.

Synchros verbocken ziemlich viel. Vor allem in Deutschland. Vor allem fürs TV synchronisierte Serien kann man durch die Bank in den Müll kloppen. Was da alles verloren und umgebogen wird, geht auf keine Kuhhaut. Deshalb gibts bei mir Serien in der Regel im Original auf DVD.

Bücher sollte man auch nicht Satz für Satz übersetzen. Da braucht man natürlich viel länger und das lesen macht keinen Spaß. Man sollte auch englische Bücher einfach ganz normal lesen und nicht jedes Wort nachschlagen. Wenn doch mal ein Wort fehlt, ergibt es sich in der Regel aus dem Zusammenhang. Ich selber greife sowohl zu Übersetzungen, als auch zum Original. Wobei mir da nicht jeder Autor liegt. Manche lesen sich wirklich schwer, wenns nicht gerade die Muttersprache ist. Allerdings steht und fällt eine Übersetzung mit dem Übersetzer. Und ich frage mich regelmäßig ,z. B. bei King, ob ich jetzt einen Roman von King oder vom Übersetzer basierend auf dem Roman von King, lese. Ich glaube das ich mir nur ein Bild von dem Stil eines Autoren machen kann, wenn ich ihn im Original lese. Alles andere ist eine Geschichte, die auf dem Original basiert, aber nicht das Original ist. War das irgendwie verständlich? :)
Lese gerade: Seth Grahame-Smith - Abraham Lincoln: Vampire Hunter
www.hoerspiellobby.de

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8

Montag, 26. März 2012, 15:49

März 2012

JACK KETCHUM "Beuterausch"

Sie ist die letzte Überlebende eines Kannibalenstamms, der jahrzehntelang die Ostküste der USA in Angst und Schrecken versetzte. Geschwächt und verwundet gerät sie in die Gewalt des tyrannischen Familienvaters Cleek. Der Sadist Cleek versucht, die wilde Frau zu »zähmen«, wobei er seine Familie als Komplizen missbraucht. Doch er hat den Überlebenswillen seiner Gefangenen unterschätzt. Bevor sein Experiment zu Ende ist, werden alle Unaussprechliches durchleiden müssen.


Lange drauf gewartet, und nicht enttäuscht worden. Ketchum hat im dritten Teil seiner Kannibalenstory die Rollen getauscht. Nach der klassischen Rollenverteilung in "Beutezeit" und "Beutegier" haben im dritten Teil die Menschen die Rolle der Bestie übernommen, in Gestalt des Familienvaters Chris und dessen Sohn Brian, während die gefangene Wilde, letzte Überlebende eines Kannibalenstammes, fast schon romantisiert und als Heldin hervorgehoben wird ... und das zu Recht. Mit der Gefangennahme der Frau und die damit verbundene Macht über ein menschliches Wesen treten beim Familienvater die schlimmsten Instinkte und Neigungen zu Tage, von Folter, Vergewaltigung bis hin zu bestialischem Mord. Nach und nach lüftet Ketchum den Schleier des scheinheiligen Familienlebens und gibt uns Einblicke in Züchtigungen, Inzucht und Mittäterschaft der gesamten Familie. Hier wird eine kranke Welt beschrieben, wie sie mit Sicherheit an vielen Ecken unserer Welt, natürlich gut bürgerlich verborgen, anzutreffen ist.

Der Roman ist eine verstörende, bluttriefende und laut schreiende Orgie von Gewalt und Schmerzen, die von Ketchum in den düstersten Farben gehalten wurde. Dazu passt der nüchterne, simple Erzählstil.

Nichts für schwache Nerven !!!!

Bewertung: 10 /10
Wir sind gefangen zwischen zwei Ängsten; der Angst zu sterben und der Angst zu leben.

HarryW

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9

Samstag, 5. Mai 2012, 09:48

Achzig Seiten gelesen ... und ja, ich bin gelangweilt. Die Umkehr der Opfer-Täter-Thematik (also dass der ehemalige Täter zum Opfer wird) ist bisher äusserst belanglos. Der gemeine Mensch ist schlimmer als ein Kannibale ... ja, ja. Das hatten wir in Romeros Zombiefilmen auch schon, allerdings war es damals noch mutig und neu, dies zu formulieren. Ich hoffe mal, dass sich da noch ein zusätzlicher Reiz auftun wird, aber so recht daran glauben mag ich ehrlich gesagt nicht. Mehr, wenn ich durch bin.

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10

Samstag, 5. Mai 2012, 10:31

gut dass dieser Thread nochmal hochkommt. Ich hatte Beutegier unwissentlich übersprungen und gleich Beuterausch gelesen. Während Beutezeit ein echter Brrrrrhhhh war, hat mich Beuterausch nicht begeistert. Ich hatte den Eindruck, Ketchum selbst hatte keinen Spaß mehr am Schreiben dieses Buches.
weniger ist mehr

Martin Cell

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11

Samstag, 5. Mai 2012, 16:01

Ich hab es letzte Woche gelesen, fand es auch zu Anfang etwas zu langatmig. Man merkt auch,
das Ketchum nicht allein am Werk geschrieben hat, es ist nicht immer gradlienig.
Das Finale kommt mir fast schon zu schnell daher, aber dafür ultrabrutal.
Die Story "Das Vieh" ergänzt die Geschichte gut.
Auf youtube kann man "The Woman" sehen, fast Eins zu Eins umgesetzt.
Reality is lost - IKON

HarryW

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12

Donnerstag, 10. Mai 2012, 18:27

Zu Ende gelesen, und es betrübt mich zu sagen, dass ich "Beuterausch" für den schlechtesten der bisher auf Deutsch veröffentlichten Ketchum-Romane halte. Der Epilog der Geschichte (mit 50 Seiten schon eher eine Kurzgeschichte) ist unglaublich genial - wäre das ganze Buch so, dann wärs für mich bestimmt ein 9 von 10 Sterne Buch, aber da der Hauptteil meiner Meinung nach nur uninspirierter, hundert Mal wiedergekäuter und noch dazu dürftig geschrieber Quatsch ist, drückt das den Gesamteindruck tief runter.

Mein Fazit: Kann man sich sparen.

Und PS: Ich staune immer wieder, wie die Auffassungen von Romanen sich unterscheiden können :D .

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Verwendete Tags

Beutegier, Kannibale, ketchum, The Woman