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Samstag, 4. September 2010, 11:47

Stefan Melneczuk: RABENSTADT

Es dauert zwar noch über ein Jahr, aber dann kann man sich halt länger drauf freuen: Es gibt Neuigkeiten von Stefan Melneczuk:Ein düsterer Thriller aus Wuppertal!



Stefan Melneczuk
RABENSTADT

Band 5, Thriller
ISBN: 978-3-89840-313-9
Seiten: 320 Hardcover/Schutzumschlag

VÖ: Oktober 2011

Grafiker: Mark Freier
Innengrafiker: Mark Freier

Preis: 12,95 €

Zum Inhalt: Klebeband, Dunkelheit, Erinnerungen und Angst. All das lauert zusammen mit einer
mysteriösen Gefangenen im Keller einer alten Villa im Briller Viertel.
Gibt es aus diesem Alptraumverließ einen Weg nach draußen? Die Antwort wartet irgendwo am anderen Ende der Kellertreppe.

frankh

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2

Samstag, 3. September 2011, 01:13

Rabenstadt von Stefan Melneczuk

Dieser Tage neu erschienen ist "Rabenstadt" von Stefan Melneczuk.


Gelesen habe ich das Buch noch nicht, aber nach den für hiesige Verhältnisse herausragenden Bänden "Marterpfahl" und "Geisterstunde vor Halloween" bin ich schonmal positiv vorgestimmt.

Gruß
Frank

Nina

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3

Samstag, 3. September 2011, 08:58

Ich habe damit mal angefangen. Am Anfang war ich etwas irritiert, weil das Ganze so als "wahre Geschichte" verkauft wird, aber ab dem zweiten Kapitel habe ich dann in die Handlung reingefunden. Was wahnsinnig gut geschrieben ist, ist die Beschreibung von Wuppertal (mir unbekannt), weil das einfach sehr modern und auch abseits von "Reiseführer-Romantik" geschieht.

Kai Grimm

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4

Samstag, 3. September 2011, 20:18

Das Buch ist für mich natürlich ein "Muss" und schon bestellt, aber 2 Ordner zum Thema dürften eher zur Verwirrung beitragen.

Nina, wenn Du mal rein zufällig in der Nähe bist, melde Dich einfach, ich biete mich gerne als Gratis-Reiseführer an. Es lohnt sich! :D

Dass Stefan Melneczuk, wenn er einen Roman in meinem Heimatort spielen lässt, wunderbare Beschreibungen der Stadt zum Besten gibt, erwarte ich auch nicht anders. Schließlich schreibt er beruflich für den hiesigen Lokalteil der WZ, da ist klar, dass er sich vor Ort auskennt.
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

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Nina

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5

Sonntag, 4. September 2011, 15:17

Na hoffentlich wird die Tour nicht ans Buch angelehnt, nicht dass man dann an die Leine genommen wird. :)
Ich glaube aber, dass ich so schnell nicht in die Gegend kommen werde. Leider! Ich komme aber dieses Jahr noch drei Mal nach Deutschland (1 Mal Exkursion Mainzer Becken, Ende des Monats, BuchmesseCon Gegend Frankfurt, mucCon in Müchen).

Kai Grimm

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6

Montag, 5. September 2011, 20:08

Na hoffentlich wird die Tour nicht ans Buch angelehnt, nicht dass man dann an die Leine genommen wird. :)


Wer weiß, wer weiß, wenn man schon einmal am Ort des (Buch)geschehens ist.... :) :)
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

7

Donnerstag, 15. September 2011, 20:27

Kurz vor dem Ziel versagt einem Paketzusteller das Navi. Als er sich kurzentschlossen zu Fuß auf die Suche nach der richtigen Adresse macht, biegt er zur genau falschen Zeit in die falsche Nebenstraße ein...und findet sich plötzlich in einem Alptraum wieder: geknebelt und gefesselt in einem dunklen Keller. Und das mitten in Wuppertal!

Ich habe nun das erste Drittel gelesen und es macht richtig Spaß - vor allem aufgrund des flapsigen - zuweilen fast schon zu flapsigen Stils des Ich- Erzählers. Hinzu kommen natürlich so einige regionale Schmankerl, die vor allem für 'Jungs aus'm Tal' das Sahnehäubchen bilden.- Bislang also eindeutig: Thumbs Up!!!

8

Mittwoch, 21. September 2011, 22:50

Bin jetzt durch und ich bin mehr als angetan von dem Buch! Stefan hat hier einen wirklich klasse Thriller geschrieben, der alles andere als voyeuristisch oder auf plumpe Action hin ausgerichtet ist. Und das obwohl das Szenario schon an Filme wie SAW oder HOSTEL erinnert.
Doch Melneczuk konzentriert sich hauptsächlich auf seinen Ich- Erzähler und eine weitere Person - und er beleuchtet "fast nur" die Gedankenwelt der Opfer - aber die ist eigentlich schon Horror pur. Doch er gehrt noch einen Schritt weiter: Der Roman macht deutlich, dass derartige Fälle auch dann nicht beendet sind, selbst wenn einem der Opfer die Flucht gelingen sollte. Der Schrecken, das Trauma, wirken noch viele Jahre nach und bestimmen und/oder zerstören ein zukünftiges Leben. Hinzu kommt, wie die Gesellschaft (hiier vornehmlich die Presse) auf derartige Überlebende reagiert. Je bizarrer das Verbrechen, umso höher die Quoten - Moral und Gewissen bleiben dabei nur zu gerne auf der Strecke.
"Rabenstadt" ist somit nur auf den ersten Blick ein düster - blutiges Kammerspiel, sondern gleichzeitig auch ein Appell für mehr Menschlichkeit im Umgang mit den Opfern. Mehr noch als in Marterpfahl höre ich hier eine ganz eigene Stimme innerhalb der deutschen Crime- und Phantastik- Szene und ich bin schon jetzt höchst gespannt, mehr davon zu erfahren.
Fazit: Melneczuk hat sich als Autor deutlich weiter entwickelt - und zwar in eine noch professionellere, noch individuellere Richtung. Aber was rede ich so viel: Überzeugt euch doch am besten selbst und lest das Buch!!! :D

frankh

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9

Freitag, 23. September 2011, 18:42

So , ich habe das Buch mittlerweile gelesen und bin sehr angetan davon.
Meine Rezi ist unter anderen auf fictionfantasy zu finden.

Gruß
Frank

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Nina

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10

Sonntag, 30. Oktober 2011, 17:14

Ich glaube zwar, dass wir in nächster Zeit noch einiges über das Buch hier im Horrorforum lesen werden, da die Abstimmung für den Lesezirkel dazu mehr als gut aussieht. (Sollte heute entschieden werden.)

Dennoch meine Meinung dazu: Ich war ja erst etwas irritiert von Erzählweise und Charakterwahl, aber gerade das ist die große Stärke des Autors. Das Grauen kommt eben eher, wenn ein Opfer zufällig in die Sache hineinschlittert und dann auch keine Superman-Kräfte hat - wobei der Protagonist am Ende seiner Geiselhaft doch einiges mobilisieren kann.

Interessant finde ich auch, dass die Sache nach Ende der Geiselnahme nicht zu Ende ist, sondern der Roman noch ziemlich lange weitergeht. Natürlich manifestiert sich das Ganze, aber es zeigt dennoch, dass die innerem Dämonen immer noch das Schlimmste sind.

Was mich besonders beeindruckt hat, war, in welcher Form das Schicksal des "Mädchens an der Leine" erzählt wird. Es wird nichts "romatisiert", der Leser weiß ganz genau, dass die junge Frau vielfach gedemütigt wurde und sexuellem Missbrauch ausgesetzt war. Und doch muss hier keine Vergewaltungsszene her. Es wird angedeutet, man weiß es, man fühlt es ... aber der Autor beschreibt dennoch keine dieser Handlungen im Detail.

Umso unnötiger finde ich im Anhang die - ich will es mal "Belehrungen" nennen, zu Menschenhandel und Co. Der Roman spricht für sich, da ist dieses "betroffen machen" nicht nötig. Schon gar nicht, weil dann gleich was über Raben folgt. Aber O.K., das sind wenige Seiten.
Danach folgen noch Kurzgeschichten. Obwohl ich Kurzgeschichten liebe, muss ich sagen, dass die deutlich hinter dem Roman zurückstehen.