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Sonntag, 9. Oktober 2011, 16:09

George Mann - Affinity Bridge

George Mann ist in England kein unbeschriebenes Blatt, so hat er an der Serie "Doctor Who" mitgewirkt und stellt gerade den 4. Band seiner Reihe um das Ermittlerduo Sir Maurice Newbury und Veronica Hobbes, welche in einem fiktiven viktorianischen London leben, fertig. Der 1. Band liegt mit "Affinity Bridge" nun auch auf Deutsch vor.

Steampunk scheint gerade "in" zu sein und auch hier wird alles geboten, was dazugehört: Luftschiffe, Dampfdroschken und sogar Maschinenmänner. Sogar Queen Victoria ist dauerhaft an lebenserhaltende Maschinen gebunden.

Im 1. Band bekommt das Ermittlerduo es auch direkt mit 2 Fällen zu tun, welche natürlich im letzten Drittel zusammenlaufen. Zum einen werden in Whitechapel Menschen von einem "glühenden" Polizisten erwürgt. Zum anderen stürzt ein Luftschiff mit prominenter Besetzung aus unerklärlichen Gründen ab. Zusätzlich wird London noch von einer Seuche heimgesucht, welche Tote wiederauferstehen läßt und in guter alter Zombiemanier auf Fleischjagd treibt.

Von einem Autoren der an "Doctor Who" mitarbeitet, hätte ich mir gerade zu Beginn mehr gewünscht. Die Charaktere waren flach, die Story dümpelte vor sich hin, war aber insgesamt nett zu lesen. Ab Mitte des Romans wird das Tempo angezogen und es kam mir vor, als wenn George Mann mit seinen Darstellern warmgeworden ist. Insgesamt hat dieser Roman viel Spaß gemacht und schreit geradezu nach einer Verfilmung. Das George Mann kein Kinderbuch (neudeutsch All-Age) vorlegt, kommt immer wieder deutlich in den Szenen mit den Wiedergängern zum Vorschein. Einzig die Maschinenmenschen erinnerten mich doch zu stark an die Cybermen aus "Doctor Who". Newbury selber hat mit dem Doctor jedoch überhaupt nichts am Hut und somit ist dieser Roman auch denen zu empfehlen, die mit dem Doctor nichts anfangen können.

Der 2. Teil "The Osiris Ritual" ist bereits übersetzt worden und liegt bei Piper auf Halde. Bei einem Erfolg des 1. Teils wird dieser eher zügig erscheinen. Wie mir George Mann mitteilte, sind die Filmrechte wohl auch schon verkauft worden. Aber das heißt ja noch lange nicht, dass auch ein Film folgen wird.

Schulnote: 2
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Linus K. Posh

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2

Montag, 5. Dezember 2011, 10:56

Ich habe gerade angefangen mit:

George Mann - Affinity Bridge

nach meinem ersten Eindruck son Steampunk-Horror-Krimi. Ich schreib wie's mir gefallen hat, wenn ich durch bin.

Erster Eindruck war zutreffend! Nach dem gruseligen Anfang geht's aber die nächsten 150 Seiten recht schleppend voran. Ich war schon fast geneigt, das Buch aufzugeben... Aber dann kam mehr Stimmung auf, die Charaktere wurden interessanter (seherische Schwester der Protagonistin, Laudanum-Sucht des Protagonisten), auf den nächsten 120 Seiten wurde es insgesamt komplexer und lebendiger. Danach kam noch ein actiongeladenes Finale. Der Stil ist solide und gut lesbar - wie auch die Schriftgröße! Stellenweise tritt das Buch aber auch nach dem ersten Drittel etwas auf der Stelle. Trotzdem hat sich mein Gesamteindruck eher zum positiven hin entwickelt. "Affinity Bridge" ist nur am Rande ein Horror-Roman, sondern eben mehr ein Steampunk-Krimi mit ein paar Grusel-Elementen.

Edit Shadowman: Ich habe den Beitrag mal hier in den passenden Bereich verschoben.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Shadowman« (5. Dezember 2011, 17:37)


Albino

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3

Montag, 5. Dezember 2011, 21:30

eindeutig steampunk .....gut lesbar fand ich.....ich hab es in drei stunden ausgelesen...*g* das spricht für eine grammatik die der literarischen

leichtigkeit entspricht :O

4

Montag, 23. April 2012, 20:03

The Osiris Ritual

Ich packs einfach mal hierein und eröffne mal keinen neuen Thread. Zumal ich auch nicht die deutsche Piper-Ausgabe gelesen habe, sondern die englische Snowbooks-Version.

Die Story hat mir sehr gut gefallen. Wie auch in Teil 1 hat man es hier wieder mit einem Krimi plus Grusel zu tun. Sehr englisch, sehn neblig, sehr steampunkig. Dieses Mal aber glücklicherweise ohne großartige Luftschiffszenen. Und da man die Figuren schon kannte, brauchte man auch keine Anlaufzeit um mit ihnen warm zu werden.

Was mir allerdings in diesem Zusammenhang grundsätzlich aufgefallen ist, ist die schlechte Übersetzung von Band 1. Teil 2 im Original bietet viel mehr Wortwitz und ließt sich nicht so hölzern. Ich habe es mal bei Amazons Blick ins Buch direkt verglichen und kann für Teil 2 bestätigen, dass es in der Übersetzung stark nachläßt. Umso froher bin ich, dass ich den Roman in Englisch gelesen habe. Teil 3 liegt schon auf Halde, Teil 4 ist von George in Arbeit. Insgesamt hat er 6 Bände für die Reihe angekündigt. Und schreiben kann er - allerdings very britisch. Wer damit nix anfangen kann, sollte besser die Finger vom Roman lassen. Auch hier beginnt die Story eher gemächlich, bis sie richtig ins Rollen kommt.

Schulnote: 2
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5

Donnerstag, 17. Mai 2012, 16:05

The Immorality Engine

So. Jetzt heißt es warten. George Mann hat mit diesem Band die 1. Trilogie abgeschlossen, arbeitet aber gerade am 1. Band der 2. Trilogie. Bin mal gespannt, denn so richtig zyklisch war das Ganze ja nicht angelegt. Auch Teil 3 bietet wieder die übliche Mischung. Auch wenn es hier persönlicher wird und Victoria Hobbes dieses Mal mehr im Mittelpunkt steht. Insgesamt hat mir auch dieser Teil gefallen. Und ich freue mich wirklich darüber, dass es weiter geht.

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