Da ich F. Brake nicht kenne, fällt es mir ein bisschen leichter, zu sagen, was es zu der Geschichte zu meinen gilt - ein endloses Gequatsche, selbst in Momenten, wo es zwecks Spannung still sein sollte, erzählt immer irgendwer irgendwas. Der Dialog, der mitunter der schwierigste Teil einer Geschichte ist, wird zum bockenden Rodeogaul, auf dem man durch die Handlung geritten wird. Nicht, dass das ganze schlecht geschrieben wäre. Aber ab und zu denkt man, der Text stammt noch aus dem Vorlektorat, weil ganze Worte fehlen, auch sonst hätte dem Text mal ein bisschen mehr Auge für´s Detail gut getan. Wenn man es als Trash durchgehen läßt, hat die Geschichte sogar ein bisschen Stil, aber der Schluss ist, wie Vincent bemerkt hat, ohne Geschmack inszeniert. Ich würd sogar noch weitergehen - er ist absolut lieblos in Szene gesetzt, Textinhalte wiederholen sich mehrfach, und man ist froh, wenn man durch ist.
Bei einer Internetveröffentlichung wäre mein Urteil vielleicht milder ausgefallen, aber da es sich um eine "echte" Veröffentlichung handelt, müssen auch echte Maßstäbe angesetzt werden - die Idee ist ok, sag ich, das ist aber auch alles - das Böse fungiert hier als Schallplatte, die sich am Ende ständig selbst wiederholt.
Und was wirklich schade ist, sind die schwachen Dialoge, die hier wie ein Kübel über den Leser ausgeschüttet werden. Das rechte Maß wäre besser gewesen, denn der Autor hat durchaus keinen schlechten Stil. Aber zu viel ist eben immer ... zu viel.