Trailer:
http://trailers.apple.com/trailers/universal/thething/
Lange war der Film als Remake angekündigt, doch glücklicherweise wurde diese Idee fallen gelassen und die Macher entschieden sich, ein Prequel zu machen. In John Carpenters 'The Thing' wurde diese Vorgeschichte ja schon angetönt - und eben die wird im neuen Film nun erzählt.
Storymässig geht es im Grunde genommen ähnlich zu und her, wie in JC's Film. Das Raumschiff wird gefunden, so auch das in einem Eisblock eingefrorene Alien, das in der Station erwacht, die beiden Crews (Norweger und Amerikaner) klont und einen nach dem andern umbringt, während die Crewmitglieder auch noch mit einer gewaltigen Portion Paranoia zu kämpfen haben, da sie nicht mehr wissen, wem sie vertrauen können. Dabei ist es löblich, dass die ruhige Kameraführung, Design, Ausstattung und selbst der Soundtrack nahe am Original liegen, damit das Ganze homogen und glaubhaft wirkt. Der gravierendste Unterschied liegt wohl in der Tatsach, dass nicht mehr alle Monster-Effekte Animatronics, sondern meistens CGI-Effekte sind. Persönlich gefallen mir die nicht so sehr, da sie immer eine Spur zu sauber wirken. Trotzdem ... so geekelt habe ich mich Jahre nicht mehr. Das ausserirdische Wesen wirkt auch aus dem Computer so was von fremdartig und bizarr, dass es eine wahre Freude ist. Lediglich in der Dramaturgie baut der Film ein einziges mal wirklich Quatsch, als total unmotiviert jemand erschossen wird (mehr will ich nicht spoilern). Diese Szene ist sowas von künstlich herbeigeführt, dass es wie eine Ohrfeige anmutet, vor allem, weil der Rest ohne solche Kunstgriffe auskommt.
Ich kann den Film wärmstens empfehlen, auch wenn er nicht ganz an Carpenters Version heranreicht. Aber 'The Thing (2011)' gehört sich zu den besseren Horror-/Monsterfilmen der letzten Jahre. Persönlich verleihe ich 8 von 10 Punkten.