Sie sind nicht angemeldet.

Guten Tag lieber Gast, um »Horror Forum - Alles rund um Horror und Phantastik!« vollständig mit allen Funktionen nutzen zu können, sollten Sie sich erst registrieren.
Benutzen Sie bitte dafür das Registrierungsformular, um sich zu registrieren. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Mammut

Der ErnstFall

  • »Mammut« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2 712

Registrierungsdatum: 21. Januar 2004

Wohnort: Weltkulturerbe Mittelrhein

  • Nachricht senden

1

Donnerstag, 8. Dezember 2011, 12:08

Kurz oder Lang?

Zu den Längen von Prosawerken gibt es keine wirkliche Festlegung. Ob Roman, mehrbändiger Zyklus, Kurzroman oder Novelle, Kurzgeschichte und kürzest Geschichte, eine wirkliche Kategorisierung gibt es nicht.

Der Hugo Award, ein angesehener SF Award macht folgende Einteilung:

http://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_Award

Kurzgeschichte bis 7500 Wörter

Novelle bis 17500 Wörter

Kurzroman bis 40000 Wörter

Romane ab 40000 Wörter

Der Sieger des Vincent Preis 2010 in der Kategorie Kurzgeschichte war laut dieser Einteilung eine Novelle. Die "Dunwich-Pforte" hatte rund 18.000 Wörter. Sieger 2009 "Die scharfe Kante des Geodreiecks" hatte 1500 Wörter, Zigeunerjunge aus dem Jahr 2007 4500 Wörter.

In der Nominierungsliste der Romankategorie finden sich dagegen auffällig auch Kurzromane wie Walters "Arsenal" oder Uwes "Totenmeer".

Das sieht danach aus, die Länge ist eigentlich egal, die Qualität macht es.

Trotzdem: Mögt ihr lieber lang oder kurz? Muss ein Roman 4000 Seiten haben (über mehrere Bücher gestreckt) oder liebt ihr die komprimierten kürzest Kurzgeschichten von maximal 1500 Wörtern?

Beiträge: 942

Registrierungsdatum: 28. Februar 2010

Wohnort: Nähe Hamburg im Moor

  • Nachricht senden

2

Donnerstag, 8. Dezember 2011, 12:38

Mein SUB bevorratet immer einen Wälzer, eine Antho und einen Kurzroman (das Format aus dem Blitz-Verlag gefällt mir da sehr gut) und ähnlich wie Wein oder Musik, wird nach Stimmungslage zugegriffen. Im Winter darf es gerne länger sein. Fortsetzungsromane mag ich nicht so gerne.

Sehr angenehm zu lesen fand ich Kings Novellenband. Von diesem Format würde ich gerne mehr lesen.

3

Donnerstag, 8. Dezember 2011, 12:50

Ich glaube nicht, dass ich schon mal nach der Länge einer Geschichte entschieden habe. Eher in Momentaufnahmen (also nach dem Motto "ach, auf was langes habe ich jetzt keine Lust"). Gibt halt in allen Längen gute Geschichten.

fictionmaster

liest und schreibt

Beiträge: 613

Registrierungsdatum: 21. Juni 2006

Wohnort: Nürnberg

  • Nachricht senden

4

Donnerstag, 8. Dezember 2011, 13:02

Ich glaube nicht, dass ich schon mal nach der Länge einer Geschichte entschieden habe. Eher in Momentaufnahmen (also nach dem Motto "ach, auf was langes habe ich jetzt keine Lust"). Gibt halt in allen Längen gute Geschichten.
Genauso ist es. Da braucht man eigentlich nix mehr hinzufügen. :D
In Superior ging es um Popmusik und Liebeskummer,
jetzt um eine brutale Mordserie
Mein neuer Roman
Der Fall Nemesis
Ab sofort im Buchhandel erhältlich

Werbung

unregistriert

Werbung


HPL-Fan

Der Suchende

Beiträge: 220

Registrierungsdatum: 27. Juni 2010

Wohnort: Saarbrücken

Beruf: Busfahrer

  • Nachricht senden

5

Donnerstag, 8. Dezember 2011, 14:13

Bei mir wechselt sich das ab. Auf einen Roman - wobei die Länge egal ist - folgt eine Anthologie. Dann wieder ein Roman. Fortsetzungen mag ich auch nicht so, da mich der Stoff irgendwann zu langweilen beginnt. BRIAN LUMLEYs "Necroscope" hab ich nach etwa vier Bänden aufgegeben. Und sehr zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich KINGs Turmepos während des letzten Bandes "Der dunkle Turm" abgebrochen habe.
Wir sind gefangen zwischen zwei Ängsten; der Angst zu sterben und der Angst zu leben.

6

Donnerstag, 8. Dezember 2011, 14:19

Bei mir wechselt sich das ab. Auf einen Roman - wobei die Länge egal ist - folgt eine Anthologie.


Das wäre mir ja zu durchgeplant ... ;-)

BRIAN LUMLEYs "Necroscope" hab ich nach etwa vier Bänden aufgegeben.


Tröste Dich. Ich habe nur den ersten Band geschafft. Wobei ich die Reihe noch bis Band 4 oder 5 hier rumliegen habe. PB-Reihe in diesem Fall.

Und sehr zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich KINGs Turmepos während des letzten Bandes "Der dunkle Turm" abgebrochen habe.


Warum ist das 'ne Schande? :-P

Kai Grimm

Super Moderator

Beiträge: 4 347

Registrierungsdatum: 1. März 2003

Wohnort: Wuppertal

Beruf: Wäre gerne Lotto-Millionär

  • Nachricht senden

7

Donnerstag, 8. Dezember 2011, 23:01

Ich werde ja immer mehr zum Serienjunkie. Davon abgesehen achte ich auch bei den Längenformaten auf Abwechslung, wobei das kein Dogma ist. Die Qualitätsfrage ist für mich übrigens völlig unabhängig von der Quantität eines Textes.
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

8

Freitag, 9. Dezember 2011, 17:02

Die Länge ist eigentlich nebensächlich. Allerdings haben Kurzgeschichten häufig das Problem, dass die wirklich guten von jeder Menge schlechten umgeben sind und somit zumindest bei mir so langsam aber sicher auf dem Abstellgleis landen...
Lese gerade: Seth Grahame-Smith - Abraham Lincoln: Vampire Hunter
www.hoerspiellobby.de

delijha

Fortgeschrittener

Beiträge: 239

Registrierungsdatum: 7. September 2009

Wohnort: Berlin

  • Nachricht senden

9

Freitag, 9. Dezember 2011, 20:45

Früher habe ich Bücher regelrecht nach Dicke gekauft... ein kurzes Buch suggerierte mir immer auch nur kurzen Lesespaß. Inzwischen graut es mir häufig vor den dicken Exemplaren auf dem SuB, weil ich einfach weniger Zeit zum Lesen habe... wenn ich dann doch mal eins anrühre (siehe 'Terror'), dann lohnt es sich meistens und ich möchte es auf keinen Fall verpasst haben.

Grundsätzlich bin ich jedoch Romanfreund mit Tendenzen zum regelmäßigen Kurzgeschichtenleser.

Werbung

unregistriert

Werbung


frankh

Fortgeschrittener

Beiträge: 346

Registrierungsdatum: 12. Januar 2004

Wohnort: Provinz

  • Nachricht senden

10

Freitag, 9. Dezember 2011, 23:50

Im Gegensatz zu dem, was ich früher geglaubt habe, ist es schwieriger, eine passable Kurzgeschichte zu schreiben (wobei ich damit auch eine wirklich kurze Geschichte von 2 bis 5 Seiten Länge meine) als etwas Längeres bis hin zur Novelle.
Im Alter wird man als Autor ohnehin immer geschwätziger. ;)

Als Leser neige ich allerdings eher dazu, einen langweiligen Roman-"Ziegelstein" in die Ecke zu werfen als eine Anthologie, bei der ja immer noch die Chance besteht, daß die nächste Story besser ist als die gerade gelesene.

11

Samstag, 10. Dezember 2011, 08:42

Als Leser neige ich allerdings eher dazu, einen langweiligen Roman-"Ziegelstein" in die Ecke zu werfen als eine Anthologie, bei der ja immer noch die Chance besteht, daß die nächste Story besser ist als die gerade gelesene.


Ebenso. Bei einem Roman, besonders bei einem richtig langen, wird das irgendwann zur Zeitverschwendung. "Imagica" habe ich etwa bis zur Hälfte gelesen. Danach ist das Ding in der Ecke der entsorgten Bücher gelandet. Dort wird es langsam von den Ratten gefressen. :-P

Beiträge: 581

Registrierungsdatum: 8. Dezember 2009

Wohnort: Rüdigheim

  • Nachricht senden

12

Samstag, 10. Dezember 2011, 09:41

Auch ich habe da eine Mischung. Derzeit sind es zwei dicke Wälzer (Vergebung und Endymion), ein mittleres Exemplar (Necroscope: Entseelt - ca. 600 Seiten), einen KG-Band (Der Fornit), einen Kurzroman (Die Wanderdüne), sowie zwei Romane im 400 Seiten-Bereich (Nachts von Laymon und Die Stadt und die Stadt von dem Autor, dessen Namen ich aus dem Kopf nicht buchstabieren kann;)).

Alleine die ganz kurzen Sachen, KGs mit weniger als zehn Seiten, sind irgendwie nichts für mich. Da fehlt mir schlicht der Raum, um eine ausgeklügelte Handlung zu erschaffen und Charaktere mit Seele (weil man die Hintergründe auf dem begrenzten Raum nur schlecht erklären kann). Die meisten KGs in dieser Größenordnung sind mehr Momentaufnahmen mit denen ich einfach nichts anfangen kann. Obwohl ... Doch, ich erinner mich an eine Geschichte aus den Necrophobia-Teilen die mir sehr gefallen hat und wirklich verdammt kurz ist ... Es ging um einen Jungen, der von seiner Familie berichtet. Er erzählt es so, dass man zuerst glaubt, sie wären alle noch am Leben. Tätsichlich aber wurden sie von ihm oder seinen Vater zur Strecke gebracht. Die fand ich richtig gelungen, aber ansonsten ....

Beiträge: 2 099

Registrierungsdatum: 27. April 2006

Wohnort: Hexenverseuchtes Hinterland

Beruf: Apokalyptischer Schreiber

  • Nachricht senden

13

Samstag, 10. Dezember 2011, 09:48

Ich habe manchmal Probleme mit ganz dicken Wälzern. Oft hat man das Gefühl, dass nur Seiten geschunden werden ... (Das gilt nicht für z.B. "The Stand" oder "Es")

Von den Conan-Büchern habe ich z. B. die dünnen Heyne-Ausgaben mit den Fritz Möglich-Übersetzungen, die finde ich besser als die späteren erstmals kompletten Übersetzungen von Lore Straßl.
Auch bei Mickey Spillane fällt meine Wahl immer auf die dünnen Heyne oder Ullstein statt auf die Rotbuch-Neuübersetzungen. Aber vielleicht war früher die Sprachen auch dynamischer.

Die Länge ist übrigens auch ein Argument für Heftromane. Auf 64 Seiten hat man (im Idealfall) kein Platz zum schwafeln!


Was die Einordnung in Roman, bzw. Novelle oder Kurzgeschichte angeht, sehe ich das nicht so eng. Wenn es ein eigenes Buch ist, dann zähle ich es zur Kategorie Roman (Totenmeer), wenn es in eine Storysammlung reinpasst ... *Cthulhu
Sie sind da: Zombies! Sie werden Dich fressen! Das ist keine Urban-Fantasy, das ist HORROR!
http://backus.blogg.de, http://phantastisches.blogspot.com & http://www.die-apokalyptischen-schreiber.de

14

Samstag, 10. Dezember 2011, 09:56

@ Timo: In Shorts geht es nicht zwangsläufig um Charakterisierung. Da steht doch eher die Pointe im Mittelpunkt. Poe und "Unity of Effect" und so. ;-) Vielleicht solltest Du mal von der Seite an Kurzgeschichten herangehen. Unter Umständen siehst Du die eine oder andere KG dann in einem anderen Licht. ;-)

Von den Conan-Büchern habe ich z. B. die dünnen Heyne-Ausgaben mit den Fritz Möglich-Übersetzungen, die finde ich besser als die späteren erstmals kompletten Übersetzungen von Lore Straßl.
Auch bei Mickey Spillane fällt meine Wahl immer auf die dünnen Heyne oder Ullstein statt auf die Rotbuch-Neuübersetzungen. Aber vielleicht war früher die Sprachen auch dynamischer.


Meinst Du jetzt die Geschichten von Robert Howard? Da habe ich die drei Sammlungen von Heyne von vor ein paar Jahren. Mit denen bin ich vollumfänglich zufrieden. Die "Conan-Zyklus"-Reihe mag ich nur bedingt. Die ist mir mit zuviel Schrott angereichert.

Was die Einordnung in Roman, bzw. Novelle oder Kurzgeschichte angeht, sehe ich das nicht so eng. Wenn es ein eigenes Buch ist, dann zähle ich es zur Kategorie Roman (Totenmeer), wenn es in eine Storysammlung reinpasst ...


Da bringe ich jetzt einfach mal Basil Coppers "Beyond the Reef" ins Spiel. Bei Festa als Novelle erschienen und bei Basiliks Teil einer Anthologie mit insgesamt 17 Erzählungen ("Innsmouth - Ein Reiseführer) ...

Werbung

unregistriert

Werbung


Beiträge: 2 099

Registrierungsdatum: 27. April 2006

Wohnort: Hexenverseuchtes Hinterland

Beruf: Apokalyptischer Schreiber

  • Nachricht senden

15

Samstag, 10. Dezember 2011, 10:01

Da bringe ich jetzt einfach mal Basil Coppers "Beyond the Reef" ins Spiel. Bei Festa als Novelle erschienen und bei Basiliks Teil einer Anthologie mit insgesamt 17 Erzählungen ("Innsmouth - Ein Reiseführer) ...

Okay, umgekehrt geht es auch: Clive Barkers "Das Tor zur Hölle" (die Vorlage zu "Hellraiser") erschien in USA als Teil einer Storysammlung, in Deutschland jedoch als dünnes TB. Würde ich im Zweifelsfall hier als Roman nominieren.
Dein Beispiel als Bestandteil der Anthologie als KG. Es kommt halt beim Vincent Preis auf die deutsche VÖ an, oder?
Sie sind da: Zombies! Sie werden Dich fressen! Das ist keine Urban-Fantasy, das ist HORROR!
http://backus.blogg.de, http://phantastisches.blogspot.com & http://www.die-apokalyptischen-schreiber.de

16

Samstag, 10. Dezember 2011, 10:32

Ich habe den englischen TItel gewählt, weil die Story in den angesprochenen VÖs unterschiedliche Titel hat. Aber es sind beides deutsche Veröffentlichungen. Die von Festa ist älter.

Oder entgeht mir gerade worauf Du hinaus willst?!

Beiträge: 2 099

Registrierungsdatum: 27. April 2006

Wohnort: Hexenverseuchtes Hinterland

Beruf: Apokalyptischer Schreiber

  • Nachricht senden

17

Samstag, 10. Dezember 2011, 16:54

Sorry, bei Festa als Novelle hab ich verpeilt ... SORRY! Dann wird es in der Tat schwierig. Am besten doppelt nominieren ;-)
Sie sind da: Zombies! Sie werden Dich fressen! Das ist keine Urban-Fantasy, das ist HORROR!
http://backus.blogg.de, http://phantastisches.blogspot.com & http://www.die-apokalyptischen-schreiber.de

18

Samstag, 10. Dezember 2011, 18:22

Ach, mir fällt gerade erst auf, dass wir im Forum zum VP sind. Ich dachte es geht allgemein über kurz oder lang. ;-)

Die Festa-Novelle ist ja schon eine ganze Weile nicht lieferbar. Für eine aktuelle Nominierung dürfte sie demnach wohl vollkommen egal sein. Der Basilisk-Band hingegen ist ja dieses Jahr erschienen. Daher würde ich wohl dazu tendieren, das ganze als KG zu nominieren.

Seitenzahlen waren, wenn ich mich recht erinnere, bei Festa ca. 120 und bei Basilisk um die 70 Seiten. Bei Festa war zudem die Schrift sehr groß.