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Beiträge: 581

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21

Dienstag, 10. Januar 2012, 15:40

[/quote]
Hältst du denn deine Romane für gescheitert? Ich schreibe gerade am dritten Roman und ja, später sieht man, was man hier und da hätte besser machen können (müssen), aber ich halte sie immer noch für gut.

Der Vorteil mit den Kurzgeschichten ist, dass man neben dem eigentlichen Handwerk hoffentlich einen Leserkreis (vielleicht nicht unbedingt mit ausschließlich mittelmäßigen KG) und ein Netzwerk aufbaut und Erfahrungen im Umgang mit dem Procedere bis zu einer Veröffentlichungen sammelt. [/quote]

Ich habe durch jeden dieser Romane gelernt und mich verbessert, insofern waren sie alles andere als verschwendete Zeit. Objektiv betrachtet würde ich die ersten 3 als gescheitert bezeichen. Mit Nr. 4 und 5 hätte man vielleicht was anfangen können, da will ich mir kein endgültiges Urteil erlauben und für den Letzten suche ich ehrlich gesagt noch nach einer Veröffentlichungsmöglichkeit;)

In deinem zweiten Punkt möchte ich dir widersprechen. Natürlich wird dein Name durch eine Mitwirkung an Anthologien einem bestimmten Kreis an Lesern und Verlagsschaffenden bekannt, aber ich gehe mal davon aus, dass in der Klein-Verlags-Szene ein Manuskript (wenn es den 'Vorschriften' entspricht) nicht einfach so in den Papierkorb wandert. Ich denke also nicht, dass man sich zuvor einen Schlüssel durch KG-Veröffentlichungen schaffen muss, um in die Tür kleiner phantastischer Verlage vorzustoßen. Und den großen Verlagen dürften KG-Veröffentlichungen in Anthologien ohnehin am Arsch vorbeigehen (Hat Ernst Wurdack in dem Deutsche-Kurzgeschichten Thread zu diesem Thema nicht etwas geschrieben?).

Ich lehne mich noch weiter aus dem Fenster und behaupte, dass dein Roman, der im Luzifer-Verlag angekündigt ist (Hierzu übrigens noch meinen Glückwunsch, Vincent!!!) für deine Bekanntheit in der Szene mehr zählen wird, als alle deine bislang veröffentlichten KGs, und sich viel besser bei einer Bewerbung für weitere Projekte machen wird, als diese.

Ernst Wurdack

Fürst der Finsternis

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22

Dienstag, 10. Januar 2012, 15:44

Ein weiterer Impulsgeber war Ernst Wurdack, dessen Kommentare ich mir mehr und mehr zu Herzen genommen habe.
Freut mich, dass ich dir Denkanstöße geben kann, hoffentlich klappt das auch bei anderen Autoren.
Betrachtet die Sache mal aus folgendem Blickwinkel: Wenn ihr einen Roman mit 12 Kapiteln schreibt und an jedes Kapitel herangeht wie an eine Kurzgeschichte, Anfang, Ende, Spannungsbogen etc., dann schreibt ihr in beinahe der selben Zeit einen Roman wie ihr 12 Kurzgeschichten für irgendwelche Wettbewebe verfasst. Hand aufs Herz: Wie viele Kurzgeschichten hat jeder von euch in den letzten 2 Jahren geschrieben? :O Denkanstoß ...

Bei Kurzgeschichten gibt es noch eine weitere Variante: Die Kurzgeschichtensammlung eines Autors.
Aber liegt hier das Problem nicht bei den Verlagen?
Die Kleinverlage können bei einer Auflage von 300 - 600 Exemplaren keine großen Honorare zahlen.

Probiere ich 2012 aus. Ich wede berichten, ob Collections besser gehen als Anthologien.
600er Auflagen sind bei Horroranthologien nicht verkaufbar. Nicht für einen kleinen Verlag. 200 ... ja, mit Mühe.
Und Romane gehen in einem Kleinverlag nicht zwangsläufig besser als Anthologien. Meiner (leider noch zu geringen) Erfahrung nach beginnt es ab dem 3. veröffentlichten Roman eines Autors. Die Verkaufszahlen gehen langsam hoch und auch die Vorgängerromane werden plötzlich gekauft. Aber nur, wenn die Romane regelmäßig in nicht größeren Abständen als 1 Jahr erscheinen. Eine Pause von 2 oder 3 Jahren schickt alle Beteiligten wieder auf LOS. 3 Jahre Arbeit für die Katz.

Mhm, naja, vielleicht muß man es auch anders machen - die Verlage setzen sich einfach zusammen, wählen vier oder fünf aus, die weitermachen und die anderen bringen nur noch Weihnachtsgrusskarten oder Rosamunde Pilcher Romane heraus

Sehr vernünftige Idee! Es würde schon ausreichen, wenn Kleinverlage sich auf ihre ein oder zwei Stärken konzentrieren, als ein Wald- und Wiesenprogramm zu fahren. Aber da nichts wirklich sofort und auf die Schnelle erfolgreich ist, machen viele Verlage mal dies und mal das, anstatt eine mehrjährige Durststrecke einzuplanen und ihr Progamm aufzubauen.

Denkt dran: Anthologien sind für Großverlage nicht mehr als Werbemittel für Romane und Autoren, für die der Beworbene sogar noch Geld ausgibt. Feine Sache!

frankh

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23

Dienstag, 10. Januar 2012, 17:57

Die Frage lautete: Lohnt es sich, Kurzgeschichten zu schreiben, und läßt sich aus meiner Erfahrung mit einem klaren "Nein" beantworten. Ich habe im Laufe der Jahre sicher 50 oder mehr Kurzgeschichten geschrieben, weil es mir Spaß machte und es immer ein schönes Gefühl ist, wenn ein Text fertiggeworden ist. Aber hier stand ja die Frage nach dem "Lohnen". Sieht man es rein wirtschaftlich, ist die Antwort ohnehin klar, denn eine ordentliche Bezahlung gibt es nur im Ausnahmefall (mir ist das insgesamt vielleicht fünfmal passiert), und da zahlt in 80% der Fälle der Verlag oder der Herausgeber drauf.

Aber auch die Aufmerksamkeit und das Interesse des Publikums haben im Lauf der Jahre derart nachgelassen, daß es sich auch aus Gründen der Publikumsresonanz nicht (mehr) lohnt. Das war Ende der 90er noch anders, aber inzwischen sind die Kurzgeschichtenleser weder zahlreicher noch mitteilungsfreudiger geworden. ;)

Ob der Wechsel in die Romansparte wirklich etwas bringt, weiß ich noch nicht. Wenn alle KG-Schreiber jetzt anfangen, Romane zu produzieren, entsteht das gleiche Überangebot wie bei den Kurzgeschichten und Anthologien. Dazu kommt noch der wild wuchernde eBook-Mark, wo offenbar auch der buchstäblich letzte Stuß seine Anhänger findet. Nach dem Genuß einiger Leseproben erlaube ich mir mal dieses Einschätzung ... :D

Ich teile also Ernsts Einschätzung nicht, daß sich die längere Form so viel besser verkauft, aber er hat da sicher mehr Erfahrung als ich. Ich stelle eher fest, daß die Neigung zum Zweitbuch insgesamt immer mehr nachläßt. ;) Von meinen jüngeren (studierten) männlichen Mitarbeitern liest niemand Belletristik, was mir inzwischen symptomatisch erscheint. Also sollte die Frage besser lauten: Lohnt es sich heutzutage überhaupt (noch) zu schreiben ... :cool:

Frank

  • »vincentvoss« ist der Autor dieses Themas

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24

Dienstag, 10. Januar 2012, 18:36

Zitat

für den Letzten suche ich ehrlich gesagt noch nach einer Veröffentlichungsmöglichkeit;)



Viel Erfolg dabei, Timo!



Zitat

Und den großen Verlagen dürften KG-Veröffentlichungen in Anthologien ohnehin am Arsch vorbeigehen (Hat Ernst Wurdack in dem Deutsche-Kurzgeschichten Thread zu diesem Thema nicht etwas geschrieben?).





Ich erinnere mich sogar, dass er meinte, es würde ein negatives Bild erzeugt werden.



Zitat

Ich lehne mich noch weiter aus dem Fenster und behaupte, dass dein Roman, der im Luzifer-Verlag angekündigt ist (Hierzu übrigens noch meinen Glückwunsch, Vincent!!!) für deine Bekanntheit in der Szene mehr zählen wird, als alle deine bislang veröffentlichten KGs, und sich viel besser bei einer Bewerbung für weitere Projekte machen wird, als diese.


Das hoffe ich auch. Bloß kein Verriss!



Zitat

Wenn ihr einen Roman mit 12 Kapiteln schreibt und an jedes Kapitel herangeht wie an eine Kurzgeschichte, Anfang, Ende, Spannungsbogen etc., dann schreibt ihr in beinahe der selben Zeit einen Roman wie ihr 12 Kurzgeschichten für irgendwelche Wettbewebe verfasst. Hand aufs Herz: Wie viele Kurzgeschichten hat jeder von euch in den letzten 2 Jahren geschrieben? :O Denkanstoß ...


Genau das habe ich mir auch gedacht, Ernst. Und sich dann zwanglos offenhalten, eine Kurzgeschichte schreiben zu können, wenn man etwas Abwechslung braucht.





Zitat

Aber nur, wenn die Romane regelmäßig in nicht größeren Abständen als 1 Jahr erscheinen. Eine Pause von 2 oder 3 Jahren schickt alle Beteiligten wieder auf LOS. 3 Jahre Arbeit für die Katz.



Das ist der Plan!



Zitat

Dazu kommt noch der wild wuchernde eBook-Mark, wo offenbar auch der buchstäblich letzte Stuß seine Anhänger findet. Nach dem Genuß einiger Leseproben erlaube ich mir mal dieses Einschätzung ... :D


Ich habe bei Bookrix ein wenig quer gelesen und war entsetzt. Obwohl es vielleicht auch eine Chance für ambitionierte Autoren bietet.

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25

Dienstag, 10. Januar 2012, 19:50

Hm - hier verlangt doch keiner wirklich, dass ich meinen Senf dazu gebe, gelle? :D :) Ich freue mich über jede Themeneröffnung zu Kurzgeschichten / Anthos. Gebt mehr Wasser auf meine Mühlen! Los! :)
Lese gerade: Seth Grahame-Smith - Abraham Lincoln: Vampire Hunter
www.hoerspiellobby.de

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26

Dienstag, 10. Januar 2012, 19:55

Ich seh's kommen - Auf deiner Beerdigung werden Dutznde von Autoren erscheinen, die Trauerredner vertreiben und stattdessen aus ausgewählten Anthologien vorlesen, um dir ein letztes Geleit zu schenken;)

  • »vincentvoss« ist der Autor dieses Themas

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27

Dienstag, 10. Januar 2012, 19:56

Du bist doch ein ausgemachter Freund von (deutschsprachigen) Anthologien, oder? *kommputputput* ;)

28

Dienstag, 10. Januar 2012, 20:00

:D Mir juckts gerade in den Fingern... :)
Lese gerade: Seth Grahame-Smith - Abraham Lincoln: Vampire Hunter
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Kai Grimm

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29

Dienstag, 10. Januar 2012, 20:54

Ich habe neulich eine übersetzte US-Antho von renomierten Herausgebern mit renomierten Autoren gelesen. Die war nicht besser als die letzten deutschsprachigen Anthos, die ich verkostet habe.
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

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Uwe

Horror-Autor

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30

Dienstag, 10. Januar 2012, 20:57


Denkt dran: Anthologien sind für Großverlage nicht mehr als Werbemittel für Romane und Autoren, für die der Beworbene sogar noch Geld ausgibt. Feine Sache!


JEDES Projekt wird durchgerechnet und kommt exakt auf den Prüfstand, ob es was getaugt und sich gerechnet hat. Und was Kurzgeschichten bei GROSSverlagen angeht, so sind sie für manchen Autor nach wie vor ein wichtiger Einstieg oder auch Visitenkarte.
Meine Empfehlung an Autoren, die es ernst meinen und das Potenzial haben: Versprecht euch nichts von den Kleinverlegern, deren Veröffentlichungen werden von den Großen eh nicht ernstgenommen - ob ihr da jetzt hundert KGs oder einen Roman veröffentlicht habt. Veröffentlichungen in Kleinverlagen sind in meinen Augen just for fun - deshalb bin ich nach wie vor für jeden Spaß zu haben. Aber seid stolz, wenn ihr es bei Belz, Goldmann, Lübbe oder sonst einem größeren Verlag zu einer Veröffentlichung bringt. Das bringt nicht nur Geld, das bringt euch den Einblick, wie professionell gearbeitet wird, das bringt euch Beziehungen. DAS bringt euch weiter. Und es öffnet euch die Augen.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Uwe« (10. Januar 2012, 21:41)


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Dienstag, 10. Januar 2012, 21:04

Hallo Uwe,

wie "machen" denn Großverlage Kurzgeschichten? Ausschreibungen habe ich von denen noch keine wahrgenommen.

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32

Dienstag, 10. Januar 2012, 21:10

NEIN, es lohnt sich, Politiker zu werden, oder Banker oder Bankräuber (was fast das gleiche ist). Aber hey, ich mach es trotzdem!
Sie sind da: Zombies! Sie werden Dich fressen! Das ist keine Urban-Fantasy, das ist HORROR!
http://backus.blogg.de, http://phantastisches.blogspot.com & http://www.die-apokalyptischen-schreiber.de

Daniel

Schüler

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33

Dienstag, 10. Januar 2012, 21:16

NEIN, es lohnt sich, Politiker zu werden, oder Banker oder Bankräuber (was fast das gleiche ist). Aber hey, ich mach es trotzdem!

Besser kann man es kaum ausdrücken, danke :friends:

Uwe

Horror-Autor

Beiträge: 515

Registrierungsdatum: 24. Mai 2006

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34

Dienstag, 10. Januar 2012, 21:36

Hallo Uwe,

wie "machen" denn Großverlage Kurzgeschichten? Ausschreibungen habe ich von denen noch keine wahrgenommen.



Guck doch einfach, wo was erscheint. Und dann bring dich selbst ins Gespräch. Oder - das ist so wie in jeder Firma - arbeite an deinen Beziehungen. Damit meine ich, wirklich mal Leute aus der WIRKLICHEN Verlagsbranche kennenlernen: Geh mal auf Buchmessen, sprich die Leute an, überzeuge sie mit deinen Ideen und Manuskripten. Aber vor allen Dingen: Höre ihnen zu! Lerne von ihnen! In Gesprächen merkst du schnell den Unterschied, was ein wirklicher Verlag von den Kleinverlagen unterscheidet. Wie gesagt: ich habe ja nichts gegen die, nur sind die meisten keine Verleger, sondern bessere Fanzineherausgeber. Genauso sind die meisten "Autoren", die sich in deren Anthos tummeln, keine Schriftsteller. Aber das ist alles in Ordnung, solange keine allzu großen Erwartungen geschürt werden und es Spaß macht. Nur mehr darfst du nicht erwarten. Klein-"Verleger" sind keine Götter. Sie arbeiten genauso an ihrem Ego wie du.

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35

Dienstag, 10. Januar 2012, 21:49

Zitat

arbeite an deinen Beziehungen


Die gute ale Vitamin B-Regel. Aber es stimmt schon, mit Vitamin B und etwas Können geht viel.





Zitat

Aber das ist alles in Ordnung, solange keine allzu großen Erwartungen geschürt werden und es Spaß macht.


Ich schreibe gerade mal zwei Jahre, da habe ich natürlich große Erwartungen! ;)



Zitat

Sie arbeiten genauso an ihrem Ego wie du.


Ja, ich glaube auch, man soll sich auf jeden Fall nicht kleiner machen, als man ist. Ist aber nicht einfach, habe ich zumindest in meinen ersten proaktiven Telefonaten gemerkt, dass mir da ganz schön der Puls hochging.

ANUBIS

Administrator

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36

Dienstag, 10. Januar 2012, 21:52

@Uwe

auch wenn ich Dir grossteils zustimme möchte ich dennoch ein kleines Veto-Fähnchen hochhalten:-)

Großverlage verwenden vermehrt Kleinverlage als Prüfsteine..bestes Beispiel: Brian Keene..wer hat ihn entdeckt/vö..und wo ist er jetzt unter Vertrag.Oder Laymon( ok, hier war es ne wiederentdeckung).Ich weiß es persönlich von einem äußerst Bekannten SP-Verleger das bei der Versteigerung( ja so funzt das in der realen Verlagswelt)für weitere Laymon Manuskripte der grosse Onkel von Random House mit ner dicken Brieftasche winkte und alle Rechte aufkaufte.Etwas was sich ein Kleinverleger natürlich nicht leisten kann.Intelligent die Kleinverleger die sich vobn einem noch (hierzulande) unbekannten Autor gleich alle Foreign Rights für Deutschland sichert*g*

Und glaubt mir...da schlummern noch einige hochkaräter da draussen die es zu entdecken gibt.Gottseidank sind da die Mass - Marketer viel zu abgehoben um sich noch Trend/Autoren Scouts zu halten. Das ist dieChance/Nische für ambitionierte Smallpresser. Die meistens nur am Vertrieb und der Werbung scheitern,aber niemals an der Qualität.

Greetz
“Strange, is it not? that of the myriads who
Before us pass'd the door of Darkness through,
Not one returns to tell us of the Road,
Which to discover we must travel too.”

37

Dienstag, 10. Januar 2012, 22:04


Das ist die Chance/Nische für ambitionierte Smallpresser. Die meistens nur am Vertrieb und der Werbung scheitern,aber niemals an der Qualität.


Naja, Qualität dürfte hin und wieder schon ein Kriterium sein... das Lektorat beispielsweise ist bei Großverlagen oft besser, ebenso der Satz (oder zumindest "professioneller"). :D Sagen wir mal, es gäbe einen potentiell vielversprechenden australischen Autor zu entdecken, dürfte man von der Kleinverlags-Umsetzung eher etwas ratlos zurückgelassen werden. :D

@Uwe:
Schön, dass jemand, der sich mit der Materie auskennt, einen Eindruck von mir bestätigt: Vieles, was ich in letzter Zeit von Kleinverlagen gelesen habe, lag für mich eher in der Kategorie Fanzine als in der Kategorie Buch.

Ob sich das Schreiben von Kurzgeschichten lohnt, muss damit wohl jeder für sich selbst entscheiden. Finanziell lohnt es sich ja wohl nicht, von daher hängt das von der Wichtigkeit für den jeweiligen Schreiber ab. Also ich fühle mich nicht dazu berufen zu schreiben, von daher lohnt es sich nicht für mich und ich lasse es einfach. :D
...and the book club consists mainly of people who club me with books.

  • »vincentvoss« ist der Autor dieses Themas

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38

Dienstag, 10. Januar 2012, 22:07

Zitat

Also ich fühle mich nicht dazu berufen zu schreiben, von daher lohnt es sich nicht für mich und ich lasse es einfach. :D
Aber liest du sie denn gerne?

frankh

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39

Dienstag, 10. Januar 2012, 22:33


Guck doch einfach, wo was erscheint. Und dann bring dich selbst ins Gespräch. Oder - das ist so wie in jeder Firma - arbeite an deinen Beziehungen. Damit meine ich, wirklich mal Leute aus der WIRKLICHEN Verlagsbranche kennenlernen: Geh mal auf Buchmessen, sprich die Leute an, überzeuge sie mit deinen Ideen und Manuskripten. Aber vor allen Dingen: Höre ihnen zu! Lerne von ihnen! In Gesprächen merkst du schnell den Unterschied, was ein wirklicher Verlag von den Kleinverlagen unterscheidet. Wie gesagt: ich habe ja nichts gegen die, nur sind die meisten keine Verleger, sondern bessere Fanzineherausgeber. Genauso sind die meisten "Autoren", die sich in deren Anthos tummeln, keine Schriftsteller. Aber das ist alles in Ordnung, solange keine allzu großen Erwartungen geschürt werden und es Spaß macht. Nur mehr darfst du nicht erwarten. Klein-"Verleger" sind keine Götter. Sie arbeiten genauso an ihrem Ego wie du.

Tut mir leid, aber das kommt mir dann doch ein bißchen zu gönnerhaft daher.
Ein paar Leute aus den von Dir bewunderten Großverlagen kenne ich auch und bis auf den sehr sachkundigen und engagierten Wolfgang Jeschke (seinerzeit) habe ich da niemanden zum Aufblicken gefunden. ;) Eher im Gegenteil. :e

Frank

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Ernst Wurdack

Fürst der Finsternis

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40

Mittwoch, 11. Januar 2012, 07:38

Naja, Qualität dürfte hin und wieder schon ein Kriterium sein... das Lektorat beispielsweise ist bei Großverlagen oft besser, ebenso der Satz (oder zumindest "professioneller"). :D Sagen wir mal, es gäbe einen potentiell vielversprechenden australischen Autor zu entdecken, dürfte man von der Kleinverlags-Umsetzung eher etwas ratlos zurückgelassen werden. :D


Na, dann darf ich dich im April wohl vom Gegenteil überzeugen, was den australischen Autor im Kleinverlag angeht. :D
Btw., ich erledige auch Satzaufträge für größere Verlage. Die WIRKLICHEN, wie Uwe so schon förmuliert hat. Irgendwie muss ja Kohle ins Haus kommen. Da gibt es Vorgaben, und die werden erledigt. Und gut isses.
Ich kann Franks Aussage aufgrund dieser Tätigkeit nur bestätigen: In Großverlagen gibt es wenige Götter, aber ziemlich viel Nullen mit einem Überschuss an Vitamin B.

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