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Schwierige Fragestellung... Sehr schwierig... Am Ende muss jeder für sich selbst entscheiden, was ihm wichtiger ist. Die Anerkennung in Form von Kohle, Ruhm und Ehre oder die Anerkennung in Form von einem kleinen Kreis begeisterter Leser, denen man damit eine Freude machen kann.
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In der Theorie. Praktisch hat das Mommers ja mit seinen vier Visionen Bänden (SF Geschichten bei Shayol) versucht. Er hat sogar Geld gezahlt. Band 5 erschien allerdings nicht. Das Projekt war wohl ein eindeutiges Minusgeschäft.
Ohne was gegen Helmuths vielfältige Versuche, deutschsprachige SF zu fördern, sagen zu wollen (seine Bibliothek hier in Wien ist einfach einzigartig und ich gehe gerne hin! - Und auch seine Anthologien habe ich gerne gelesen), aber war die Zahlung nicht im symbolischen Bereich??? - Also eine zweistellige Summe (10 Euro, oder?) ist meiner Ansicht nach ein Zeichen guten Willens und eine Wertschätzung für die Autoren (man gibt halt, was man kann), aber keine Bezahlung.
Ich glaube wie Marcus, dass Kurzgeschichten einem eigenen Regularium folgen und bei einem Potry-Slam wird es nicht anders sein. Beides lässt sich schwerlich en detail vergleichen, wobei die dadurch geöffnete Tür, etwas anderes als eine Anthologie zu denken, spannend ist. Bloß was?
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Anubis dürfte verstehen, welchen Autor ich meine.
Yep:-) Obwohl..ohne vorzugreifen..Ernst hat den "anspruchsvolleren" Autor erwischt.Und das weiß ich weil ich beide vermittelt habe.
Gerlach ist nach Boothby nun schon der 2. Australier, den ich verlegen darf. Und wahrscheinlich nicht der letzte.
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[b]Noch ein Vorschlag
[/b]Großartiger Vorschlag!
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, den man (vielleicht in kleinem Kreis) ausprobieren könnte: Eine Lesereihe für (Horror)Kurzgeschichten auf Youtube. Lässt sich relativ problemlos bewerkstelligen, wenn man einige grundlegende Dinge zu Licht und Position und Ton beachtet. Dazu einen netten Vor- und Abspann - das könnte eine interessante Alternative zu Anthologien werden. Dauert natürlich, bis so etwas bekannt wird, aber die Zuschauerzahlen dürften die Leserzahlen einer Anthologie auf lange Sicht übersteigen. Und man kann im Gegensatz zu Slams auch ruhigere Texte bringen.
In einer gefühlt zu 100% durchkommerzialisierten Welt ist das doch mal ein Ansatz, der viel zu wenig Beachtung findet. Das hast du sehr schön ausgedrückt.Für mich lohnt es sich, weil mich das Schreiben als Mensch verändert hat. Es macht mich zufrieden, glücklich und selbstbewusster.
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Was ich an der Stelle aber ebenso anstrengend finde, ist das Überwachen der eigenen Kurzgeschichten. Mal abgesehen davon, dass es fast nie eine Empfangsbestätigung gibt, erhält man gelegentlich auch keine Absage. Ich habe auch schon mal erst proaktiv im nachhinein erfahren, dass meine Geschichte abgedruckt und veröffentlicht worden ist. Mittlerweile pflege ich eine Tabelle, wo ich aufliste, wo welche Geschichten gelandet sind. Spannend, spannend das Ganze!
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vielleicht ist das jetzt zu naiv, aber ich finde, das die Idee, oder die geschichte selbst die länge vorgibt. manche geschichten müssen kurz erzählt
werden damit sie nicht ihre "kraft" verlieren und andere brauchen mehr "fleisch" drumherum, damit der leser dem plot folgen kann. ob man sich die mühe
macht und die kurze geschichte erzählt, das muss jeder für sich selbst entscheiden. vielleicht hängt es auch ein wenig vom der art ab, in der man seine
geschichten erzählt.
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Das ist nicht richtig, ohne in die Details gehen zu wollen, lag die Bezahlung durchaus im dreistelligen Bereich.
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vielleicht ist das jetzt zu naiv, aber ich finde, das die Idee, oder die geschichte selbst die länge vorgibt. manche geschichten müssen kurz erzählt
werden damit sie nicht ihre "kraft" verlieren und andere brauchen mehr "fleisch" drumherum, damit der leser dem plot folgen kann. ob man sich die mühe
macht und die kurze geschichte erzählt, das muss jeder für sich selbst entscheiden.
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@ Nina Ja, Ok, ich habe oder liebäugel auch damit mal eine Anthologie herauszugeben, aber eben solche Erfahrungsberichte geben mir dann doch wieder stark zu denken. Darauf hätte ich sowas von kein Bock!
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Das ist nicht richtig, ohne in die Details gehen zu wollen, lag die Bezahlung durchaus im dreistelligen Bereich.
O.K. Frank, kann sein, dass es ein Irrtum war, und die Teilnahme bei den "Visionen" ernsthaft bezahlt war und dann gebe ich es auch ehrlich zu. Ich habe nur irgendwie im Kopf, dass es mal eine Ausschreibung gab (also keine ganz offene, daher sucht man sie vergeblich großflächig verteilt), wo man als Autor für einen zweistelligen Beitrag einsteigen konnte. 10 oder von mir aus auch 20 Euro. Und ich krieg das einfach nicht aus dem Kopf, bilde es mir fest ein. Wobei es natürlich auch immer noch sein kann, dass die Bedingungen nicht für jeden Band gleich waren.

Ja, glaube ich auch, aaaber, man läuft auch bestimmt Gefahr betriebsblind zu werden. Angenommen du bist von deinem Anthologiethema begeistert, steckst viel Energie in die Vorplanung, suchst einen verlag, der das Ding mitträgt und dann kommen mehr maue als gute Geschichten. Ich kann mir vorstellen, dass es dann schwer fällt zu entscheiden. Ich hätte Bock so was zu machen, aber ich warte lieber noch und hoffe, dass dann mit jemandem machen zu können. Gemeinsam lässt sich besser leiden.
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Der Geburtsvorgang ist schmerzhaft, aber wenn es mal da ist, freut man sich!![]()
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Für jeden, der vorher noch mit dem Gedanken gespielt hatte, daß sich Anthologien mit deutschsprachiger SF auch nur ansatzweise professionell vermarkten lassen (also mit Honoraren für die Autoren und ordentlichen Verkaufszahlen) war das Ende der "Visionen" dann auch das Ende einer Illusion.
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aber es gibt auch welche, die selbst in diesen, also in allen Anthologien glänzen.
Also ich vermute fast, dass ich so was wie ein magischer Anziehungspunkt für jeden Spinner bin (ich habe zu zählen aufgehört, wie viele mich schon als Mitstreiterein für "die Aliens sind unter uns"-Aufklärungskampagnen gewinnen wollten), aber mir schreiben immer wieder Leute, die wissen wollen, wie viel man verdient, gleich mit konkreten Vorstellungen. Wie z.B., man würde ja demnächst eine Ausbildung anfangen, ob man diese nicht finanzieren könne (nachdem dann der Broterwerb wegfällt), indem man an und ab mal eine Kurzgeschichte abliefert. Wobei da eher die Frage ist, ob man da "sehr zurückstecken" müsse, also weniger die nach der prinzipiellen Möglichkeit ...
Ich frage mich echt, nach was die rechnen!
Wie viel braucht denn ein Mensch pro Monat um halbwegs normal zu leben (festes Dach überm Kopf, was zu essen, ab und an Klamotten von "nur nackt ist billiger")? - Das sind auf jeden Fall ein paar Hundert Euro. (Mindestsicherung für einen Erwachsenen in Österreich dürften etwas mehr als 700 Euro sein.) Und das jeden Monat, vor allem, wenn man schreibt, was einem die innere Stimme vorgibt (denn natürlich denkt keiner dran, einseitige Romantikgeschichten für Frauenmagazine mit zwingendem Happy End zu verfassen oder etwas anderes, das man einem Massenpublikum eventuell schmackhaft machen könnte - wobei gerade die Aufträge logischerweise im Besonderen nicht an Anfänger vergeben werden und man vergeblich nach Bewerbungsmöglichkeiten sucht) und alles unmittelbar publiziert? Wie soll denn das gehen???
Das Problem sind dabei gar nicht die tätigkeitsbezogenen Unkosten (die dürften mit 50 EUR pro Monat für Papier Toner, Porto und DSL-Anschluß schon hoch angesetzt sein), als vielmehr die Lebenshaltungskosten, die ich schon bei 1000 EUR im Monat sehe. Ich bezweifle, daß im gesamten Genrebereich (c't mal ausgenommen) überhaupt relevante Summen für Kurzgeschichten ausgeschüttet werden. Der Entschluß, freischaffender Kurzgeschichten-Autor zu werden, sollte dann unbedingt mit der Abgabe eines ALG II-Formulars kombiniert werden ...


Sondern aus Recherche eben keine halbwegs objektive Abhandlung/Rezension zu machen, sondern eine Welt neu zu erfinden, und diese in einer 'autonomen', nicht auftragsbestimmten Sicht und Sprache zu erzählen. Etwas zu schaffen, was es vorher nicht gab. Und das ist ein Luxus, den ich nicht mit Geld aufwiegen könnte.
) Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von »Katla« (15. Januar 2012, 20:03)