Dieser letzte Teil besitzt für mich mit Mickeys zur Schaustellung im Käfig die stärkste Szene der ganzen Novelle, noch vor der Hinrichtung des Leichenräubers im zweiten Drittel. Auch das Auftauchen des Leichenkönigs selbst war stark geschildert. Oftmals ist es ja so, dass das Monstrum an Faszination und Grusel verliert, wenn es au dem Nebel der Andeutungen hervor ans Tageslicht tritt. Hier ist das nicht der Fall. Die 'Zusammensetzung' des Leichenkönigs war nicht von schlechten Eltern
Auch Clow ist mir in diesem Teil so nahe gekommen, wie ich es nicht mehr erwartet hätte. Sein beginnender Wahnsinn, der Muttermord ... Das hatte was, eindeutig.
Überraschen konnte die Novelle leider an keiner Stelle und der Plot hatte auch nicht mehr zu bieten, als das Erscheinen eines Ungetüms in schauriger Atmosphäre. Das reicht mir nicht ganz. Hier hätte ich es vorgezogen, dass sich der Plot mehr auf Clow und seinen Geisteszustand konzentriert (Ich muss wieder Drood und Mister Wilkie Collins ins Spiel bringen - Sorry, Tim Curran, aber Der Leichenkönig schreit gerade zu nach einem Vergleich

).
Die Auflösung fand ich auch ein wenig matt. Wieso brauch ein mächtiges Wesen wie der Leichenkönig einen Helfer wie Clow? Clow kann an einem Tag wohl nicht einmal ein Zwanzigstel von der Beute einfahren, die der Leichenkönig sich erwühlen kann
Alles in allem eine gute Novelle, die sich stets gesteigert hat, und ein interessantes Setting bietet. Leider aber bis eben auf jenes Setting (und die Dialoge) sehr vorhersehbar ist.
7 v. 10