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Beiträge: 581

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101

Donnerstag, 26. Januar 2012, 20:08

Aber eben das meinte ich schon in einem vorherigen Post: Man kann das Produkt aufs übelste verreißen. Man sollte nur nicht die Leute dahinter persönlich angreifen und beleidigen.


Und damit ist eigentlich auch schon alles Erwähnenswerte gesagt;)

102

Donnerstag, 26. Januar 2012, 20:27

Das Buch und der Autor waren ja völlig unbekannt. Von da an wundert es mich nicht, dass er als Erster reagierte.


Hierzu sollte wohl noch erwähnt werden, dass er zuvor schon eine Trilogie veröffentlicht hat. Gänzlich unbekannt ist also wohl nicht. Namen müsste ich eben nachschlagen. Ist aber auch auf der Seite vom Roder Verlag gelistet.

Aber eben das meinte ich schon in einem vorherigen Post: Man kann das Produkt aufs übelste verreißen. Man sollte nur nicht die Leute dahinter persönlich angreifen und beleidigen.


Hierzu hat er übrigens gemeint, dass die Bloggerin den Text geändert hat. Er wäre sechs Wochen nicht online gewesen und vorher enthielt er wohl Beleidigungen. Das finde ich etwas fragwürdig. Wenn ich gegen jemanden vorgehen will, dann interessiert mich doch auch deren weiteres Tun (sofern öffentlich überhaupt etwas passiert). Mit einem ernsthaften Anliegen hätte ich den besagten Blog auf alle Fälle im Auge behalten. Gut, ich hätte bei einem ernsten Anliegen von Beginn an anders reagiert. Dennoch reimt sich das für mich nicht. Es erklärt und entschuldigt auch nicht, dass er alles und jeden über seinen Kamm der Literatur-Kriminalität geschoren hat. Zudem hat er auch jedem über den Mund gefahren, der sich an einer argumentativen Debatte versucht hat. Das lässt sich bei Facebook auf allen möglichen Seiten nachlesen. Gleiches wenn jemand darum gebeten hat, dass er diese Geschichte nicht an noch einer Stelle aufwärmt. In einem Fall kam da ein Spruch wie "selber noch nichts im Leben erreicht". Dadurch wirkt er leider nicht sehr glaubwürdig.

EDIT:

http://www.ein-buch-lesen.de/2012/01/ein…-john-asht.html

Hier sind wohl seine neuesten ausfürhlichen Kommentare zu lesen.

Beiträge: 942

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103

Donnerstag, 26. Januar 2012, 20:41

Hach, es ist auch wirklich vertrackt. Diese, ich nenne es mal so, Hetzjagd gegen den Autoren missfällt mir leider auch, weil das Theater mittlerweile das Niveau von sozialvoyeuristischen Fernsehformaten à la "Frauentausch", "Wir Messies" oder der Hetzkampagne der BLÖD-Zeitung auf Florida-Rolf annimmt. Und der Autor bedient mit jeder Äußerung das Klischee. Schade, schade, schade.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »vincentvoss« (26. Januar 2012, 20:53)


104

Donnerstag, 26. Januar 2012, 20:51

Diese, ich nenne es mal so, Hetzjagd gegen den Autoren missfällt mir leider auch,


Mir ebenfalls. Und er ist da irgendwo im Zugzwang. Die anonyme Masse der Flashmob-Rezensenten ist für alle, die es auf argumentative Art versuchen letztlich nicht erreichbar. Er schon. Würde er sich angemessen verhalten, würden sich die anderen lächerlich machen (sofern sie dann weitermachen würden). Aber da kommt nichts. So geht's immer hin und her. Kindergarten ... Wenn wir schon bei fragwürdigen Fernsehformaten sind: Allesamt zur Super-Nanny schicken.

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105

Donnerstag, 26. Januar 2012, 21:06

Hach, es ist auch wirklich vertrackt. Diese, ich nenne es mal so, Hetzjagd gegen den Autoren missfällt mir leider auch, weil das Theater mittlerweile das Niveau von sozialvoyeuristischen Fernsehformaten à la "Frauentausch", "Wir Messies" oder der Hetzkampagne der BLÖD-Zeitung auf Florida-Rolf annimmt. Und der Autor bedient mit jeder Äußerung das Klischee. Schade, schade, schade.


Tja, nur hat dieser "Autor" es im Gegensatz zu den meisten Opfern der anderen Kampagnen direkt selbst provoziert. Wie man in den Wald (oder das Internet :D ) hineinruft, so schallt es heraus. Bleibt nur zu hoffen, dass diese Welle bald mal wieder abflaut. Als virales Marketing war das zumindest mal ein interessanter Ansatz, auch wenn ich doch sehr unsicher bin, ob der sich letztlich für den Autor auszahlt. Aber immerhin ist der Name ja wohl offensichtlich relativ intensiv diskutiert worden. Und dies, obwohl er vorher wohl schon relativ unbekannt war (trotz seiner Trilogie). Würde mich direkt mal interessieren, ob hier jemand den Autor oder den Roder Verlag vor dieser Diskussion schon kannte...
...and the book club consists mainly of people who club me with books.

Beiträge: 942

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106

Donnerstag, 26. Januar 2012, 21:16

Zitat

Tja, nur hat dieser "Autor" es im Gegensatz zu den meisten Opfern der anderen Kampagnen direkt selbst provoziert. Wie man in den Wald (oder das Internet :D ) hineinruft, so schallt es heraus.


Das trifft es wohl genau.



Zitat

Würde mich direkt mal interessieren, ob hier jemand den Autor oder den Roder Verlag vor dieser Diskussion schon kannte...


Nope. Tauchte bei fb als Freundesempfehlung auf, daher kannte ich den Namen und das Aussehen. Der Verlag sagte mir überhaupt nichts.

107

Donnerstag, 26. Januar 2012, 22:02

ob hier jemand den Autor oder den Roder Verlag vor dieser Diskussion schon kannte...


Wie schon gesagt, nein.

Kai Grimm

Super Moderator

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108

Donnerstag, 26. Januar 2012, 22:13

Danke, Ursula Prem! Meine Rede: Man muss die Dinge wirklich schon mal von 2 Seiten sehen. Ich fragte mich schon, warum ich mir die Mühe mache, auch Bücher, mit denen ich mich schwer tue, zu Ende zu lesen, nur damit ich im Ernstfall wirkliche Argumente für den Verriss in der Hand habe. Ganz übel sind wirklich diese Flashmob-Rezis bei amazon. Nur weil der Autor sich ziemlich daneben benommen hat (was die gute Frau Prem allerdings arg verharmlost) heißt das ja noch nicht, dass das Buch deswegen schlecht ist. Ich jedenfalls finde es immer sympathisch, wenn derjenige, der eine Meinung öffentlich kundtut sich vorher das Hintergrundwissen für seine Meinungsbildung angeeignet hat, in diesem Fall also das Buch gelesen hat über das er urteilt.
Lese zur Zeit:
Christoph Marzi - Somnia

109

Donnerstag, 26. Januar 2012, 23:40

Dass diese "Flashmob-Rezis" genauso zu verurteilen sind wie das Verhalten von Herrn Asht steht imho sicher außer Frage.
Die Entscheidung sich auch durch schlechte Bücher zu quälen muss jeder selber treffen, aber wenn sich bereits auf den ersten Seiten genug Material findet, um einen Verriss mit guten Argumenten zu untermauern verstehe ich persönlich die Notwendigkeit nicht. Es ist ein bisschen so, als würde man einen Döner mit Gammelfleisch probieren und den Geschmack von verdorbenem Fleisch schon beim ersten Bissen so deutlich im Mund haben, dass man am liebsten erbrechen will. Nur um Nachher vor Gericht auch ganz sicher eine Lebensmittelvergiftung nachweisen zu können den Döner ganz aufzuessen, wer würde sich das antun?
Verschweigen darf man natürlich nicht, dass man das Buch nicht beendet hat, das ist ja aber auch nicht geschehen. Anders würde es sich verhalten, wenn man für seine Kritik/Rezension tatsächlich bezahlt würde (ob man ein Freiexemplar bereits als ausreichende Bezahlung betrachten möchte ... das kann ich spontan nicht entscheiden und Grenzen sind sicher fließend und es gibt sicher noch andere Umstände, z.B. die Form der Veröffentlichung, die eine Rollespielen mögen. Privater Blog ... oder Öffentliches Reziportal, imho ein Unterschied), da denke ich auch, dass man sich selber in eine gewisse Pflicht begibt ... finde aber auch hier, dass es Grenzen geben muss (die auch wiederum schwer zu ziehe sind ... letztenendes muss e wohl der Rezensent mit seinem Gewissen vereinbahren).
»Ein Buch muß die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.«
Franz Kafka


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Karl

Anfänger

Beiträge: 38

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110

Freitag, 27. Januar 2012, 00:46

Shakespeare hat einmal von einem Manuskript angeblich nur wenige Seiten gelesen und es als schlecht eingestuft.

Auf die Frage des Autors, warum er es nicht ganz gelesen habe, antwortete er sinngemäß:

„Wenn ich beim ersten Bissen in ein Ei feststelle, dass es schlecht ist, muss ich nicht das ganze Ei essen!“

Analog dazu: Die Leseprobe bei Amazon hat mir völlig gereicht! Mir gefällt es nicht!

Pogopuschel

Fortgeschrittener

Beiträge: 237

Registrierungsdatum: 23. Februar 2007

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111

Freitag, 27. Januar 2012, 02:27

Anders würde es sich verhalten, wenn man für seine Kritik/Rezension tatsächlich bezahlt würde (ob man ein Freiexemplar bereits als ausreichende Bezahlung betrachten möchte ... das kann ich spontan nicht entscheiden und Grenzen sind sicher fließend und es gibt sicher noch andere Umstände, z.B. die Form der Veröffentlichung, die eine Rollespielen mögen. Privater Blog ... oder Öffentliches Reziportal, imho ein Unterschied), da denke ich auch, dass man sich selber in eine gewisse Pflicht begibt ... finde aber auch hier, dass es Grenzen geben muss (die auch wiederum schwer zu ziehe sind ... letztenendes muss e wohl der Rezensent mit seinem Gewissen vereinbahren).


Ein Freiexemplar ist keine Bezahlung. Wenn man den Zeit- und Arbeitsaufwand (Buch lesen und Rezis schreiben) mit dem Preis des Buches verrechnet, kommt man wohl auf einen Stundenlohn, der sich im Minusbereich befindet. Mir gebietet es allerdings schon der Anstand ein Freiexemplar (sofern ich es auch selbst angefordert habe) ganz zu lesen und auch auf jeden Fall zu besprechen. Neben den Büchern, die ich für die Uni lesen muss, sind das die einzigen Werke, durch die ich mich auch durchquäle, wenn sie mir nicht gefallen.

112

Freitag, 27. Januar 2012, 08:50

Wobei ich es nach wie vor zweifelhaft finde, dass es hier um ein Freiexemplar geht! Dies soll Myriel nämlich durch eine dritte Person und nicht direkt bekommen haben. Und genau das kann niemand wissen. Ein Kauf über das Internet ließe sich u. U. über ein Kundenkonto ö. ä. nachweisen. Wenn sie das Buch aus einem Laden hat wird das schon schwerer. Jedenfalls kann auf diese Art nicht nachgewiesen werden, dass Myriel ein kostenloses Exemplar hatte.

Ansonsten: Ich kenne einige Leute die sich ihren Lebensumsatz u. a. mit dem Schreiben von Rezis verdienen (auch das Andere sind durchweg Schreibarbeiten). Da springt nicht so viel raus und sie müssen möglichst viel schreiben. Die lesen möglichst viel quer. Das kann man lernen und ist vollkommen normal. Und das kann auch jeder lernen, der sein Geld mit etwas anderem verdient. Und die Bloggerin scheint ja nun nicht gerade wenig zu lese. Zudem aus verschiedenen Sparten (und ich habe jetzt nicht nach "korrekter Genrezuordnung geschaut, das Spiel wäre mir zu blöd). Das Beharren auf dieser Fantasy-Sache ist doch arg kleinkariert. Z

113

Freitag, 27. Januar 2012, 08:55

Ach, und was diese Frau Prem angeht: Ich habe gestern einen (zweiten) Kommentar verfasst der keinesfalls beleidigend war. Aber eben doch kritisch, da einige ihrer Kommentare doch arg unüberlegt waren. Bisher wurde der nicht aktiviert. Das soll ich dann noch ernst nehmen?

114

Freitag, 27. Januar 2012, 11:00

Ein Freiexemplar ist keine Bezahlung. Wenn man den Zeit- und Arbeitsaufwand (Buch lesen und Rezis schreiben) mit dem Preis des Buches verrechnet, kommt man wohl auf einen Stundenlohn, der sich im Minusbereich befindet.
Ich gestehe mit "Bezahlung" im Zusammenhang "Freiexemplar" sicher das falsche Wort getroffen zu haben.
Ein Rezensent muss es letzenendes mit seinem Gewissen vereinbahren, ob er sich in die Pflicht nimmt ein Buch komplett zu lesen (wenn nicht, so kann er nur das gelesene Rezensieren und muss dies imho auch deutlich machen "Hier Rezensiere ich aus folgenden Gründen nur die ersten soundsoviel Seiten des Buches" ... was in diesem Fall geschehen ist). Dabei kann ich mir im Moment nur einen Grund vorstellen, der motivieren könnte, auch ein grottenschlechtes Buch durchzuackern: Eine "Bezahlung" im weitesten Sinne (wobei jeder individuell entscheiden muss, ab wann eine "Bezahlung" ausreichend ist. Dem einen mag der Dank einiger Leser in Kommentaren o.ä reichen, der andere will einen Geldzuwachs auf dem eigenen Konto (wohlgemerkt geht es hier NICHT um Zahlungen des Autors oder des Verlags sondern z.B. des Magazins o.ä. für das man Arbeitet ... da kann ich selber keine Grenze ziehen (für mich), schon alleine weil ich keine Rezis schreibe. Jeder andere muss sie da ziehen, wo er will, und das ist dann imho in jedem Fall legitim (auch wenn es für mich nicht unbedingt nachvollziehbar sein muss)). Dass es Leute geben mag die sich potentiellen Lesern der Rezenion verpflichtet fühlen und nur deswegen auch schlechte Bücher ganz lesen kann ich z.B zwar glauben, aber nicht nachvollziehen. Umgekehrt finde ich es aber nicht legitim, jemand anderem, der eben die Entscheidung getroffen hat, ein Buch nicht zu beenden, selbiges in irgend einer Weise vorzuwerfen oder zu behaupten, ihm würde damit auf jeden Fall eine (ausreichende) Grundlage für eine Kritik fehlen. Das finde ich falsch. Dann müsste man gleichzeitig allen Lektoren (zu Unrecht) vorwerfen, schlampige Arbeit zu leisten, nur weil sie ein Manuskript auf Grundlage der ersten paar Seiten ablehnen.
»Ein Buch muß die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.«
Franz Kafka

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Miasmamann« (27. Januar 2012, 11:06)


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Pogopuschel

Fortgeschrittener

Beiträge: 237

Registrierungsdatum: 23. Februar 2007

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115

Freitag, 27. Januar 2012, 14:10

Wobei ich es nach wie vor zweifelhaft finde, dass es hier um ein Freiexemplar geht! Dies soll Myriel nämlich durch eine dritte Person und nicht direkt bekommen haben. Und genau das kann niemand wissen. Ein Kauf über das Internet ließe sich u. U. über ein Kundenkonto ö. ä. nachweisen. Wenn sie das Buch aus einem Laden hat wird das schon schwerer. Jedenfalls kann auf diese Art nicht nachgewiesen werden, dass Myriel ein kostenloses Exemplar hatte.


Irgendwo hat sie geschrieben, dass sie das Buch per Bookcrossing bekommen hat und zwar ein Exemplar, dass der Autor selbst ins Bookcrossing gegeben hat. http://www.bookcrossing.com/

116

Freitag, 27. Januar 2012, 15:02

OK, wenn das so ist.

Timna

Schüler

Beiträge: 83

Registrierungsdatum: 13. September 2011

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117

Freitag, 27. Januar 2012, 21:32

Zitat

Irgendwo hat sie geschrieben, dass sie das Buch per Bookcrossing bekommen hat und zwar ein Exemplar, dass der Autor selbst ins Bookcrossing gegeben hat. http://www.bookcrossing.com/


Stimmt. Man kann hier ganz klar nachverfolgen, dass sie das nicht selbst auf der Buchmesse "geschnorrt" hat: http://www.bookcrossing.com/journal/9723847/
Wehr Tipfeler finted darv Sie behahlten

118

Freitag, 27. Januar 2012, 22:04

Den "Schnorrer" hat sie ja lt. Asht vorgeschickt. Damit niemand ihrem infamen Plan auf die Schliche kommt. Oder so.

Timna

Schüler

Beiträge: 83

Registrierungsdatum: 13. September 2011

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119

Freitag, 27. Januar 2012, 22:14

Hat er auf FB nicht geschrieben, er hätte sie auf der Buchmesse gesehen? *hmmmm* Viell. ist mein weibliches Gehirn auch nur zu klein, um die Zusammenhänge zu verstehen :)
Wehr Tipfeler finted darv Sie behahlten

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120

Freitag, 27. Januar 2012, 22:31

Ach, da kommt doch jeder durcheinander. Irgendwo stand, dass sie auf der Messe ein Manuskript an den Roder Verlag verkaufen wollte. Dazu kenne ich keine Äußerung der Verlegerin. Aber die mag ich übersehen haben. Jenes Manuskript wurde dann wohl stehenden Fußes abgelehnt woraufhin sie einen Bookcrosser gefunden hat, der das Buch quasi für sie abgestaubt hat. Gut, der Bookcrosser kommt aus Leipzig. Vielleicht kennen sie sich, vielleicht nicht. Und was tut das wirklich zur Sache? Fakt bleibt, dass sie nicht zu einem Boykott aufgerufen hat und auch nicht beleidigend wurde. Und in Zeiten von BoD kann eh jeder jedes Buch veröffentlichen. Warum dann einen Verlag verärgern, der in Zukunft vielleicht doch zu einem Geschäftspartner werden kann? Bei allem möglichen Ärger wegen einer Ablehnung ... Ein über Monate gezogener Racheplan mit Rezi-Ankündigung (ich sag mal "SUB-Listen-Wettbewerb"), Wartezeit (ich sag mal ziemlich großer "SUB" wie jeder sehen kann), dann doch Rezi ... Das ergibt an so vielen Ecken keinen Sinn ... Ob er persönlich sie bei auf der Messe gesehen hat weiß ich nicht. Kann mich nicht daran erinnern, dass er das irgendwo gesagt hat. Aber er hat so viel gesagt und sich so oft widersprochen ...

Für einen Boykott hat er selber viel mehr getan. Sofern es wegen dieser Geschichte überhaupt zu einem kommen wird. Um in den Ruf eines umstrittenen Skandalautoren zu kommen ist John Asht meines Erachtens eine zu kleine Leuchte. Wenn es darum ging, kann ich mir einen Erfolg kaum vorstellen. Oder bestenfalls einen temporären. Echt, geschickt eingefädelt, all das ...

Im Übrigen finde ich es für einen vermeintlichen "Antidogmatiker" und "Enttabuisierer" und ganz zu schweigen von einem "freien Kosmopoliten" etwas daneben, wie er sich für ein restriktives Internet stark macht. Oder wie er an festen Genrebezeichnungen hängt. Oder wie er es für nötig hält, eine ganze Sparte (Fantasy mit Elfen und Zwergen) andeutungsweise zu Müll zu erklären. Ich mag diese Art Fantasy auch nicht unbedingt. Aber Tolkien (den ich persönlich für stark überbewertet halte) hat etwas von Dauer geschaffen. Das muss neidlos anerkannt werden. Und sollte nachgemacht werden, bevor man sein eigenes Werk selbst zu gehobener Literatur erklärt! Und warum das alles? Ärger wegen gekränktem Ego ... Sehr toll. Für mich klingt das alles ziemlich gegenteilig zu seinen religiösen und politischen Ansichten (unter diesen Punkten sind die drei Begriffe bei FB angegeben).

Argh, ich darf mich gar nicht aufregen! :evil:

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