Michael Tillmann - Schatten suchen keine Ewigkeit. Postmoderne Gespenstergeschichten

      Michael Tillmann - Schatten suchen keine Ewigkeit. Postmoderne Gespenstergeschichten

      Aus Michael Tillmanns Newsletter:

      In Vorbereitung:



      Schatten suchen keine Ewigkeit. Post-moderne Gespenstergeschichten
      EDITION MEDUSENBLUT 23, Boris Koch, Marchlewskistr. 29, 10243 Berlin, 2013.
      [ISBN ???], ca. 200 Seiten, ??,?? EURO**

      Motto des Buches:
      „Was wäre, wenn ein Autor mit der Unverblümtheit und skrupellosen Ehrlichkeit eines Charles Bukowski, Serdar Somuncu oder eines Lemmy Kilmister Gespenstergeschichten schreiben würde? Würde das funktionieren? Oder würde das zu sehr dem feinen Wesen der Unwesen widersprechen?“

      Mit Stolz erfüllen mich die Namen meiner Unterstützer:

      Das Vorwort schrieb Autor und Phantastik-Kenner Michael Siefener. Die neuen Pressefotos schoss Michael Beyer/aka. Lino Endorphino (VIRUS-Magazin, WDR-Reportagen, Nachtschauer- Channel s.u.). Das Titelbild schuf niemand anderes als Björn Ian Craig, der Grafik-Gewinner des Vincent Preises 2013.

      Cover und weitere Details unter: michaeltillmann.de/bibliographie.htm

      Inhalt:
      0 Vorwort
      1 Das Mädchen, welches kein Gespenst sah
      2 Die Eingliederung
      3 Die Rückenschrubberin
      4 Der Pförtner
      5 Neid selbst unter Toten
      6 Berufliche Herausforderungen eines Taxifahrers
      7 Madensack. Ein einsames und trauriges Stück treuherziger Nekrophilie

      Schatten

      Anmerkung: Titelbild von Björn Ian Craig

      Quelle: Medusenblut-Verlag, Michael Tillmann Homepage und Newsletter
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      Gelesen!
      Erst mal verdammt cooles Cover Pic von Björn, echt gut gelungen!
      Das Vorwort von Siefener ist lieblos hingeknallt, mit der unnötigen Provokation
      des 100 Nachdrucks von M. R. James. Es stimmt James findet sich in jeder guten Phantastikantho,
      aber seine Erzählbände sind doch rar.
      Zu den Stories, ja es sind postmoderne Ideen, das ist vielleicht das Interessante dabei.
      Gewohnt gut umgesetzt, manchmal ein bischen zu derb einfach gestrickt das Ganze( dank Sexszenen),
      aber dafür sehr unterhaltsam und ungewöhnlich für Geisterstories auch sehr humorvoll.
      Gut!
      Reality is lost - IKON
      Zu dem Vorwort habe ich keine Meinung ansonsten kann ich Martin nur zustimmen.

      Zusätzlich: Die ersten beiden Geschichten "Das Mädchen welches kein Gespenst sah" und "Die Eingliederung" haben mir am besten gefallen, Tillmann zaubert meiner Meinung nach immer sehr interessante Perspektiven hervor. Zudem, so scheint es, ist die Balance zwischen Humor, Zynismus und Horror gut austariert, das gelingt den folgenden Geschichten nicht, die mir dann zu sarkastisch und leider manchmal zu platt erscheinen. Und hier meine Hauptkritik: Tillmann gelingt es wahre Satzperlen zu erzeugen, wäre ich nicht so faul, hätte ich mehrere Passagen gefunden, die ich gern angestrichen hätte. Dann aber wieder knüppelt er andere Stellen platt. Somit finde ich diese Sammlung nur gut (7 Punkte).

      Und zum Cover: Mir hat das Cover nicht so gut gefallen, obwohl es den "Ton" der Geschichtensammlung perfekt trifft. Liegt vielleicht am Gesamteindruck.
      Eine der besten Storysammlungen seit langem. Ich mag den Humor des Autors und weiß jetzt das ich niemals Nachtwächter auf einer Müllkippe warden würde:-)

      Greetz
      “There is nothing more dreadful than the habit of doubt. Doubt separates people. It is a poison that disintegrates friendships and breaks up pleasant relations. It is a thorn that irritates and hurts; it is a sword that kills.”

      anubiswp.myblog.de/
      Also ich gebe ja zu, Michael Tillmanns Geschichten sind auch nicht immer mein Fall. Ich gebe auch zu, ich mag eigentlich keine Lesungen.
      Ich habe am letzten Wochenende zum zweiten Mal Michael Tillmann persönlich getroffen (Marburg Con) und kann auf jeden Fall sagen, wir liegen auf einer Wellenlänge, sehr sympathischer Mensch.
      Wie auch immer, wie die Jungrau zum Kind kamen AndreasF, Elmar und ich zur Lesung und hörten die abgedrehte Story vom Nachtwächter auf der Müllhalde.
      Das war echt zum Schreien und seit Samstag bin ich stolzer Besitzer des Buches "Schatten suchen keine Ewigkeit". Beizeiten werde ich euch von meinen Leseeindrücken berichten und ob spookys tolles Cover zum Inhalt passt.
      Die erste Geschichte erschien ursprünglich in Solar X 126. "Das Mädchen, welches kein Gespenst sah" erzählt die eher biedere Story eines kleines Mädchen zu Besuch bei ihrem Onkel, einem englischen Schlossherrn. Doch wieder (wie bei Korbs Mutter der Puppen das ich ebenfalls gerade las) kommt die Pointe auf leisen Sohlen, trifft dich aber dann mit beiden Stiefeln mitten ins Gesicht. Insgesamt eigentlich keine Horrorstory, eher eine mit viel Witz. Ein gelungener Auftakt, wenn auch sehr zahm.