Monster 1983

      Monster 1983

      Info Audible zu Staffel 1:

      Oregon, Sommer 1983 - eine Serie mysteriöser Todesfälle rüttelt das Küstenstädtchen Harmony Bay aus seinem friedlichen Schlaf.
      Sheriff Cody, den es nach dem Tod seiner Frau dorthin verschlagen hat, wird bereits kurz nach seiner Ankunft zur Pflicht gerufen, denn es geschehen merkwürdige Dinge: Ein Gefangenentransport zerschellt an einer Klippe, ein russischer Spion ist wie vom Erdboden verschluckt und es tauchen immer mehr Leichen auf, die merkwürdige Einstiche im Rücken aufweisen.

      Cody und sein Team gehen davon aus, dass die Morde von einem Serienkiller begangen werden, der seine Opfer bestialisch im Schlaf ermordet. Doch wer steckt wirklich dahinter? Welches Geheimnis verbirgt der Bürgermeister? Was führen die Regierungsbeamten im Schilde? Und wohin ist eigentlich Sheriff Codys Vorgänger verschwunden?

      Bald wird klar: Hinter der idyllischen Fassade des kleinen Küstenörtchens lauert etwas Unheimliches. Dunkle Geheimnisse bahnen sich bedrohlich ihren Weg ans Tageslicht. Und das monströse Treiben, das die verträumte Stadt heimsucht, wird schließlich auch zu Sheriff Codys schlimmsten Albtraum.


      Info Audible zu Staffel 2:


      Oregon, 1983 - nach einer grausamen Serie mysteriöser Morde scheint in dem kleinen Küstenstädtchen Harmony Bay endlich wieder Normalität einzukehren. Zumindest, wenn es nach Bürgermeister White geht. Doch Deputy Landers traut dem Frieden nicht, denn zu viele Fragen sind noch immer ungeklärt: Warum und wohin sind Sheriff Cody und seine beiden Kinder verschwunden? Wieso war die Regierung hinter dem Nachtmahr her? Was hat es mit dem ominösen Manila Club auf sich? Und warum will der Bürgermeister unbedingt Gras über die Sache wachsen lassen?

      Für Landers steht fest: Er muss auf eigene Faust ermitteln! Und während er dabei immer tiefer in einem gefährlichen Sumpf aus Macht und Korruption versinkt, befinden sich Cody und seine Familie auf einer Flucht quer durch das Land. Sie müssen versuchen, seine Tochter vor der Regierung zu verstecken - und einen Weg finden, Amy von dem Nachtmahr zu befreien. Denn dieser ergreift Tag für Tag mehr Besitz von dem kleinen Mädchen - und wie sich bald herausstellen soll: nicht nur von ihr...


      Meine Meinung:

      Ivar Leon Menger hat sich als grosses Vorbild Stephen King und Horrorfilme der 80er Jahre genommen, und genau so wirken die beiden Staffeln auch (jeweils über 10 Stunden lang). Die Kleinstadtatmosphäre wird phantastisch geschildert, die Sprecher verleihen sämtlichen Figuren Leben, und der Horror kommt schleichend. Während sich Staffel 1 etwas mehr dem phantastischen Horror widmet, kommt in Staffel 2 dann menschlicher Horror der übelsten Sorte dazu. Für mich gehört 'Monster 1983' zur Speerspitze der Hörspiele. Bleibt nur zu hoffen, dass die mit Staffel 3 nicht zu lange warten ... der Cliffhanger ist zum Fingernägel ausreissen fies.
      Bilder
      • Monster 1983_1.jpg

        27,59 kB, 300×300, 1 mal angesehen
      • Monster 1983_2.jpg

        29,12 kB, 300×300, 1 mal angesehen
      Ich habe die erste Staffel auch vor einigen Monaten gehört und fand sie super. Hat mich ebenfalls alles an Stephen King und auch ein klein wenig an Stranger Things erinnert, was wohl am 80er Jahre Setting liegt. Gerade, dass sich die Handlung so gemächlich entwickelt, fand ich schön. Zum letzten Drittel erschien mir das Ganze etwas in die Länge gezogen, aber das ist Jammern auf hohem Nieveau. Ein 10-stündiges Horror-Hörspiel ist schon wirklich etwas Seltenes und da vezeiht man auch einige künstliche Längen.

      Ist die zweite Staffel genauso gut wie die erste, Harry? Und schließt die Handlung an die Ergenisse der ersten Teils an?
      Ich bin eigentlich nicht so der Hörer, aber das klingt tatsächlich gut. Falls es dazu kommt, dass ich es höre, werde ich hier berichten - danke für den Tipp, Harry!

      *Ich lese gerade: Drood von Dan Simmons*


      "A reader lives a thousand lives before he dies," said Jojen. "The man who never reads lives only one."
      ― George R.R. Martin, A Dance With Dragons

      HarryW schrieb:

      Mir persönlich gefällt die zweite Staffel ein Spürchen besser als die erste. Sie löst fast alle offenen Fragen auf und hat praktisch keine Längen. Die menschlichen Abgründe, die sich in der zweiten zudem auftun, sind ziemlich krass, hat mich echt beeindruckt.


      Na, das hört sich doch gut an. Dann wird es mich auch bald wieder nach Harmony Bay verschlagen :-)
      Auf MONSTER bin ich auch schon gespannt. Leider hatte ich noch keine Zeit reinzuhören...
      aber schon sein DARKSIDE PARK war eines der faszinierendsten lese-Erlebnisse und gehört zu meinen absoluten Lieblingen...
      Da die Fortsetzung PORTERVILLE nur als ebook neben dem Hörspiel herausgekommen ist hab ich mich da bislang nicht drangemacht. Irgendwie hoffe ich immer noch auf eine gedruckte Ausgabe.
      Auch die dritte und abschliessende Staffel dieser Serie ist hervorragend gelungen. Zwar hat es mich emotional nicht mehr ganz so gepackt, wie die herausragende zweite Staffel, aber das ist Kritik auf höchstem Niveau. Sämtliche offenen Handlungsbogen werden geschlossen, die Story wartet mit vielen Überraschungen auf, die das ganze "Nachtmahr"-Universum erweitern, und nie wird jemand geschont, um eine Happy-End-Feeling zu erzeugen. Hut ab vor Ivan Leon Menger, dem Schöpfer von "Monster 1983". Mit dieser Trilogie hat er eines der eindrücklichsten und besten Hörspiele geschaffen - natürlich nur von denen, die ich kenne :-) .

      Wer noch immer nicht reingehört hat, sollte das tun. Man sollte sich einfach bewusst sein, dass hier nicht gehtzt wird. Ähnlich wie bei der TV Serie "Stranger Things" werden auch hier die 80er Jahre nicht nur handlungstechnisch sondern auch auf formaler (also etwas langsamerer) Seite zelebriert. Mir gefällt diese leicht gedrosselte Erzählgeschwindigkeit, ich bin aber auch ein Kind der 80er bzw. 70er Jahre.

      Fazit: Ein Muss für Fans von 80er Jahre Horror!
      Maaan, das liegt bei mir auch schon ewig rum, weil ich mir nie die Zeit für Hörbücher/Hörspiele nehme. Ich habe wirklich nur durchweg Gutes darüber gehört, ich muss also endlich mal ran....

      *Ich lese gerade: Drood von Dan Simmons*


      "A reader lives a thousand lives before he dies," said Jojen. "The man who never reads lives only one."
      ― George R.R. Martin, A Dance With Dragons
      Ich hatte die erste Staffel mal auf meinem Blog besprochen:

      (Ivar Leon Mengers) Monster 1983 ist von der Machart her so eine Art Nostalgiegeschichte wie Stranger Things, war allerdings vorher dar. Die Achtzigerjahre, amerikanische Kleinstadt, eine mysteriöse Mordserie, ein neuer Sheriff mit nebulöser Vergangenheit. Wer mit den Filmen von Steven Spielberg (aus dem Hause Amblin) und den Büchern von Stephen King aufgewachsen ist, wird ahnen können, in welche Richtung es geht. Neben dem Sheriff als Hauptfigur gibt es auch noch seinen Teenagersohn mit seinen beiden Freunden, die stellenweise aber etwas kurz kommen (deren Sprecher aber tolle Arbeit abliefern).

      Die an der Küste spielende Geschichte umschifft dabei kein einziges Klischee (was sicher als Hommage gedacht ist, meist funktioniert, gelegentlich aber den Bogen überspannt) und teilweise grenzt die Leistung der Sprecher schon an Overacting, was ein wenig nervt.

      Mir hat vor allem die erste Hälfte mit der ruhigen Inszenierung und Einführung in den Kleinstadtkosmos gefallen, nur leider geht es in der zweiten Hälfte genauso ruhig weiter. Dazu trägt auch die trantütige Musik bei, die stellenweise schon einschläfernd wirkt. Eine richtige Spannungskurve oder so etwas wie Dramaturgie gibt es nur in Ansätzen.

      Das ganze Namedropping mit Sachen aus den 80ern (Magnum, Der weiße Hai, Rambo usw.) war mir teilweise schon zu viel des Guten, nett finde ich allerdings, dass der Sprecher von Tom Selleck den zwielichtigen Bürgermeister spricht, der einen neuen Sheriff einstellt – so wie Tom Sellecks Figur Jesse Stone in den gleichnamigen Filmen von einem zwielichtigen Bürgermeister als Polizeichef eingestellt wird.

      Die meisten Handlungsstränge und Rätsel werden übrigens nicht aufgelöst, aber es gibt ja eine zweite Staffel, in der es weitergeht.

      Atmosphärisch hat mir das Hörspiel gut gefallen, ich habe es insgesamt auch gerne gehört (auch wenn sich das oben schon wie ein Verriss liest, Staffel zwei werde ich mir auch kaufen), aber die fehlende Dramaturgie, die teilweise ermüdend träge inszenierten Dialoge (z. B. das Süßholzraspeln zwischen dem Sheriff und seinem Deputy als beide eigentlich schon mehr als beunruhigt sein sollten), das stellenweise Overacting, die klischeehaften Bösewichte und ein paar Unglaubwürdigkeiten in der Story (das Finale mit dem dämlichsten Regierungsagenten überhaupt) haben mich doch gestört.

      Trotzdem kann ich das Hörspiel allen empfehlen, die sich für die Achtzigerjahre, Grusel und dichte Kleinstadtatmosphäre interessieren.

      P.S. das Hörspiel wurde von Audible produziert, ist aber auch einzeln im Download erhältlich (alle Folge in einem Kauf), die erste Staffel gibt es auch auf CD, ich meine gelesen zu haben, dass die bei Staffel zwei nicht mehr der Fall sein soll.
      Ich habe jetzt auch alle 3 Staffeln durch. Staffel 1 fand ich nett und war zumindest an Staffel 2 interessiert. Staffel 3 war allerdings storytechnisch unterste Kajüte. Die Handlung eierte nur so vor sich hin und der Schluss war gefühlt 2 Stunden zu lang. Hier noch mal schnell eine Doppelhochzeit etc. Mir deutlich zu viel Kitsch und vor allem viel zu langatmig. Leider wurde ich von meiner besseren Hälfte zum weiterhören gezwungen. :-(

      Was mir aber besonders negativ auffällt, und das hat nicht zwangsläufig nur mit diesem Hörspiel zu tun, ist das Verbrennen macher Sprecher. Gefühlt in jedem Höspiel und jeder TV-Synchro tauchen mittlerweile Gerrit Schmidt-Foß, David Nathan, Udo Schenk, Thomas Nero Wolff, usw auf. Da schalten meine Ohren mittlerweile gekonnt ab. Gleiches traf in der Vergangenheit auf Joachim Kerzel zu. Da merke ich eine deutliche Übersättigung und Langeweile. Anscheinend ist man an neuen Stimmen wohl nicht mehr interessiert.
      Erst durch Lesen lernt man, wieviel man ungelesen lassen kann.