Zwielicht 12

      Mammut schrieb:

      Das E-Book kann jetzt für kurze Zeit zum Vorzugspreis vorbestellt werden:
      amzn.to/2DNmC2e


      Der Vorbestellpreis für das E-Book läuft noch bis Sonntag.
      Wer das Taschenbuch vorbestellen mag, bekommt dies vergünstigt für 12 Euro direkt bei mir (einfach per PN bestellen). Vorbestellungen sind bis Jahresende möglich. Bis dahin ist das Buch voraussichtlich auch erhältlich, Auslieferung erfolgt aber im Januar.

      Mammut schrieb:

      Mammut schrieb:

      Das E-Book kann jetzt für kurze Zeit zum Vorzugspreis vorbestellt werden:
      amzn.to/2DNmC2e


      Der Vorbestellpreis für das E-Book läuft noch bis Sonntag.
      Wer das Taschenbuch vorbestellen mag, bekommt dies vergünstigt für 12 Euro direkt bei mir (einfach per PN bestellen). Vorbestellungen sind bis Jahresende möglich. Bis dahin ist das Buch voraussichtlich auch erhältlich, Auslieferung erfolgt aber im Januar.


      Beim Vorbestellen ging was schief. Wer da betroffen war, kann sich gerne mit mir in Verbindung setzen und wir schauen gemeinsam, wie ich den Fehler wieder ausmerzen kann.
      Ansonsten ist das Taschenbuch jetzt ebenfalls erhältlich:
      amzn.to/2QJqzNl
      Carrie Laben - Postkarten von Natalie

      Eine sehr, sehr starke Eröffnungsgeschichte (moderne Übersetzung). Natalie ist von zuhause abgehauen und ihre jüngere Schwester Mandy erhält regelmäßig Postkarten von ihr. Sehr stark dingt in der Geschichte der Geist der amerikanischen Unterschicht durch und zum anderen baut sich subtiler Grusel auf, denn die Inhalte der Postkarten werden nach und nach bedrohlicher ... Wow!

      Max P. Becker - Strandpoesie

      Sehr experimentell und passt damit gut zur Zwielicht. Wie kann man es beschreiben: Familienterror am Strand, der mehr zwischen den Zeilen, denn in den Zeilen liegt. Und hochaktuell was die Zahlen der Tötungsdelikte bei häuslicher Gewalt gegenüber Frauen angeht.

      Ralf Kor - Schattensaiten

      Schöner Titel. Pascal muss unter dem Leistungsdruck seines Vaters ein immer besserer Musiker werden. Es wird ihm eine Geige angeboten und das Angebot hätte ihn stutzig werden lassen müssen, aber er willigt ein ... Die Geige ist gelungen beschrieben.

      Enzo Asui - Lilith

      Und auch in dieser Geschichte bleibt es musikalisch. Hier aber geht es um eine Harp, die lebendig wird, ein gefährliches Eigenleben entwickelt. Gute Geschichte.

      Wolfgang Rauh - Die Alptraum-Beule

      Wenn plötzlich Körperteile an dafür nicht geeigneten Stellen wachsen, bespricht man das mit seinen besten Freunden. Gute Idee, humorige Dialoge und auch wieder etwas experimentell. Hat mir gefallen.

      Sascha Dinse - Elysion

      Retardierung in einer Kurzgeschichte kann gefährlich sein, wenn man es nicht beherrscht, aber Sascha Dinse beherrscht es und spielt in seiner Geschichte mit abstrakten Bildcollagen, innerhalb verschiedener Realitäten. Ein weiteres, gelungenes Experiment. Seitdem bemustere ich eine bestimmte Tierart anders ...

      Ellen Norten - Der singende Schleier

      Und ein Märchen hat auch in dieser Zwielicht seinen Platz gefunden. Für mich war es mehr Fantasy als Horror. Die gesuchte Tänzerin Jamila soll dem Sultan vortanzen, bevor die dem Tode geweiht ist. Dieser tanz ist besonders ...

      Julia Annina Jorges - Diese verfluchten kleinen Dinge

      Für mich ein absoluter Vincent-Preis-Anwärter. Wenn Sammelleidenschaft zur Besessenheit wird und auf eine verkorkste Kindheit mit einer dominanten Mutter trifft, dann hat man schon einmal einen guten Plot. Aber mit welcher Sensibilität und mit welchem Textgespür die Perspektive des Sammlers beschreibt, das ist große Kunst. Für mich war das die beste Geschichte dieser Ausgabe.

      Vincent Voss - Mind Fuck

      Was soll ich sagen. Nix davon ist frei erfunden. :)

      Michael Tillmann - Warum erlöst sie mich nicht , obwohl sie genau weiß, wo meine Knochen verrotten?

      Michael Tillmann spielt wieder einmal mit der Perspektive und wieder einmal gelingt es ihm perfekt. Dieses Mal schreibt er aus der Perspektive eines Geistes, der erlöst werden will. Aber seine Knochen waren versteckt, bis sie jemand findet. Aber der äußerst kooperative Geist, stellt schnell fest, dass es nicht so läuft, wie er es sich gedacht hat. Schön bitter.

      Uwe Voehl - Auge um Auge

      Ein Familienausflug an der See. Und Uwe Voehl beschwört das Grauen in einem Alltagserlebnis wie das vielen Familien mit Kindern hätte passieren können. Es schlummert im Alltäglichen und bricht sich wahnwitzig seinen Bann. Mir gefällt besonders der seichte Einstieg, der dann ins Bedrohliche kippt.

      Jerk Götterwind - Das Geheimnis der alten Seemannskiste

      Wenn man ein gut gehütetes Familiengeheimnis über sich selbst herausfindet. Spannend und gruselig zugleich. Mir hat die Geschichte gefallen.

      Waldemar Klauser - Bis zum Ende
      Eine kurze ... na ja, zu viel darf man hier gar nicht verraten.

      Karin Reddemann- Die Herzenswünsche der schönen Lilla


      ... gehen fast immer in Erfüllung. Anders als geplant, aber effektiv. Ein weiteres Experiment von Karin Reddemann in der Zwielicht. Und auf jeden Fall eine eigene Stimme, auch wenn mir die anderen Geschichten besser gefallen haben.

      Algernon Blackwood - Smiths Untergang

      Eine weitere Blackwood-Übersetzung in der Reihe. Gut so. Hier ist es eine Western-Lagerfeuergruselgeschichte und Blackwood schafft es vortrefflich eine Gruselstimmung mit wenigen aber derben guten Hintergrundbeschreibungen zu erzeugen.

      Anna Alice Chapin - Drachental

      Ebenfalls eine Übersetzung und was ich sehr gut finde, von einer Horrorautorin , die um die vorletzte Jahrhundertwende gelebt hat. Der Besuch zweier in Konkurrenz stehender Frauen einer "Geisterbahn", der es in sich hat ...

      Tudor Jenks - Phantomschmerz

      Eine pointierte Geistergeschichte auch geeignet für ein jüngeres Publikum aus der Werkstatt eines Kinderbuchautoren der vorletzten Jahrhundertwende. Zeitlos.

      Artikel:

      Matthias Kaether - Amazing Stories Kurze Geschichte einer Pulp Fiction Ikone 1926-65

      Ein toller Artikel, der begeisternd über die Pulp-Fiction-Bewegung berichtet und dabei immer die Horrorszene im Blick hat. Und historisch auch sehr lehrreich. Der Shaver-Skandal war mir nicht geläufig und spannend zu lesen. Hat mich sehr beeindruckt und ich frage mich, ob die Zwielicht nicht einen ähnlichen Weg einschlägt ... was sagst du, Michael?

      Ralf Steinberg - Jenseits sonnengefluteter Sommertag

      Im Grunde genommen ist es ein wertvoller Rezensionsteil über Bücher, die es alle verdient haben, mehr Aufmerksamkeit zu bekommen.

      Und abschließend der VP 2017

      Fazit: Die Zwielicht-Reihe hat mit Band 12 am längsten von allen derartigen Erzeugnissen durchgehalten, experimentiert weiter fröhlich, gibt jungen Stimmen eine Veröffentlichungsmöglichkeit und versammelt auch gute Übersetzungen und alte Hasen und Häsinnen in sich. Ich habe gerade nach dem Artikel von Kaether an den Werdegang der Zwielicht denken müssen und finde es beachtlich, welche Autorinnen und Geschichten dort zu finden sind. Und jede Ausgabe atmet auch einen gewissen Zeitgeist und stellt sich auch den Diskussionen hier im HF. Zum Beispiel gefällt mir gut, dass mehr Autorinnen in den Ausgaben veröffentlichen. Ebenso die Perlen aus des US-Magazinen.

      P.S. Eine angedachte Übersetzung von von Rats in the Belfry freut mich sehr. Und ich hätte den Wunsch, auch einmal "The Plague of the living Dead" von Hyatt Verrill als sogenannte erste Zombiegeschichte in der Zwielicht zu finden. ;)

      vincentvoss schrieb:



      Artikel:

      Matthias Kaether - Amazing Stories Kurze Geschichte einer Pulp Fiction Ikone 1926-65

      Ein toller Artikel, der begeisternd über die Pulp-Fiction-Bewegung berichtet und dabei immer die Horrorszene im Blick hat. Und historisch auch sehr lehrreich. Der Shaver-Skandal war mir nicht geläufig und spannend zu lesen. Hat mich sehr beeindruckt und ich frage mich, ob die Zwielicht nicht einen ähnlichen Weg einschlägt ... was sagst du, Michael?

      Fazit: Die Zwielicht-Reihe hat mit Band 12 am längsten von allen derartigen Erzeugnissen durchgehalten, experimentiert weiter fröhlich, gibt jungen Stimmen eine Veröffentlichungsmöglichkeit und versammelt auch gute Übersetzungen und alte Hasen und Häsinnen in sich. Ich habe gerade nach dem Artikel von Kaether an den Werdegang der Zwielicht denken müssen und finde es beachtlich, welche Autorinnen und Geschichten dort zu finden sind. Und jede Ausgabe atmet auch einen gewissen Zeitgeist und stellt sich auch den Diskussionen hier im HF. Zum Beispiel gefällt mir gut, dass mehr Autorinnen in den Ausgaben veröffentlichen. Ebenso die Perlen aus des US-Magazinen.

      P.S. Eine angedachte Übersetzung von von Rats in the Belfry freut mich sehr. Und ich hätte den Wunsch, auch einmal "The Plague of the living Dead" von Hyatt Verrill als sogenannte erste Zombiegeschichte in der Zwielicht zu finden. ;)


      Hallo Vincent,

      ich glaube Amazing kann man nicht mit Zwielicht vergleichen. Die hatten damals ganz andere Möglichkeiten und ein viel größeres Publikum. Aber ich freu mich natürlich, wenn den Leuten die Ausgaben gefallen und sie eine Entwicklung sehen. Ob nach Achim und mir mal jemand das Projekt weiterführen wird, steht natürlich in den Sternen, aber man weiß ja nie.
      Die Übersetzungen der US Amerikaner (seit Zwielicht 7) werden übrigens von Sebastian Rudolph ausgewählt und er hatte bisher immer ein sehr gutes Händchen. Die vorliegende Ausgabe hat übrigens den Shirley Jackson Award 2016 gewonnen:
      shirleyjacksonawards.org/award…ey-jackson-award-winners/

      Mit experimentieren meinst du, das Zwielicht immer mal auch ungewöhnlicheren Geschichten eine Chance gibt?
      Das Zwielicht immer noch von Autoren dominiert wird, hat einerseits bestimmt was mit dem Geschmack der Herausgeber zu tun, vor allem aber auch mit den Einsendungen. Aber tendenziell sind es ja mehr geworden.

      Für Zwielicht 13 stehen die Übersetzungen von Matthias Kaether schon fest, ich werde ihm aber deinen Wunsch weiterleiten.

      Zwielicht hat übrigens seit 2013 (Zwielicht 3) jedes Jahr ein oder zwei Ausgaben veröffentlicht und wir hoffen das noch eine Weile durchzuhalten. Mögen Leser und Autorinnen uns gewogen bleiben und natürlich freuen wir uns über jede Rückmeldung, je mehr desto besser.